Ausgezeichnete Unternehmen

Alfred Kärcher GmbH & Co. KG,  Allianz Sachversicherungsgruppe Deutschland (München),  Bank für Kirche und Diakonie eG – KD Bank,  Bayer MaterialScience AG,  BERA Personaldienstleistungen GmbH,  Berliner Volksbank eG,  Bewag AG & Co. KG,  Bildung und Wissen Verlag und Software GmbH,  Caritas Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH,  Debeka Versicherungen a.G.,  Deutsche Kreditbank AG,  DEVK-Versicherungen,  Diehl Zeitarbeit,  DINEA Gastronomie GmbH,  Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG,  dvg Hannover Datenverarbeitungsgesellschaft,  ETHICON GmbH,  Evangelisches Johanneswerk e.V.,  Evangelische Stiftung Hephata,  Federndere Marienberg,  Flughafen München GmbH,  Fraport AG,  Homag Holzbearbeitungssysteme AG,  Hamburgische Landesbank Girozentrale,  KH-Zeitarbeit GmbH,  Kreissparkasse Geldhauses,  Kreissparkasse Köln,  Kreissparkasse Ludwigsburg,  Landessparkasse zu Oldenburg,  Martin-Luther-Stiftung,  MCM Klosterfrau Vertriebsgesellschaft mbH, Mörk Bau GmbH & Co. KG,  NOSTRA Verbund-Werkstatt GmbH,  Plansecur Unternehmensgruppe,  (pro) curatio GmbH,  Roche Diagnostisch GmbH,  Sagem Organ GmbH,  Schreiner Group,  SICK AG,  Silbitz Guss GmbH,  Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH,  Sparda-Bank West eG,  Sparkasse KölnBonn,  Sparkasse Ulm,  Sparkasse Vogtland,  Stahlwerk Thüringen GmbH,  START Zeitarbeit  NRW GmbH,  VAW Aluminium AG,  TRIMET ALUMINIUM AG,  Willi Sauer GmbH & Co. KG,  Tief- und Straßenbau,  WITTENSTEIN AG

Das EKD-Arbeitsplatzsiegel

ARBEIT PLUS ist eine Auszeichnung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für sozial nachhaltige Unternehmenspolitik. Sie gilt nach Siegelvergabe für den Zeitraum von zwei Jahren. Seit 1998 wurden über 50 Unternehmen ausgezeichnet, viele davon bereits mehrfach. Eine Bewerbung ist für Unternehmen jederzeit möglich (siehe Verfahren).

ARBEIT PLUS …
… zeigt, dass Unternehmen verantwortlich und zukunftsfähig handeln
… setzt Maßstäbe
… zeigt Kunden, Mitarbeitern, Investoren und der Öffentlichkeit solide und innovative Unternehmenspolitik
… wird von einen renommierten Wirtschaftsinstitut durchgeführt und von einem prominenten Vergabegremium verliehen
… hat einen großen Wert für die Gewinnung von Mitarbeitern und Kunden und für die Öffentlichkeitsarbeit

„Warum ist es eine Erfolgsnachricht, wenn ein Unternehmen drei Milliarden Gewinn und im selben Atemzug den Abbau weiterer 6000 Arbeitsplätze ankündigt? Wer neue Arbeitsplätze schafft, sollte ein Gütesiegel erhalten.“

Dr. Rainer Meusel

Unternehmer und Initiator des Siegels ARBEIT PLUS

„Für mich ist der Prüfprozess jedes Mal spannend. Es ist gut, dass von außen geschaut wird, wie im Unternehmen Personalpolitik betrieben wird. Durch das Verfahren wird dem Vorstand von neutraler Seite aufgezeigt, wo es im Betrieb noch Entwicklungspotential gibt. Das betrifft sowohl die Möglichkeiten der Teilzeit bis hin zur besseren Wiedereingliederung von Mitarbeiterinnen, die eine Familienpause eingelegt haben. Beim Thema Job-Sharing können wir noch einiges verbessern.“

Franz Koch

Personalrat, Kreissparkasse Ludwigsburg

„Hauptaugenmerk bei ARBEIT PLUS ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Zugleich aber legen wir Wert darauf, dass Auszubildende übernommen und Menschen mit Behinderung beschäftigt werden, dass die Generation 50plus eine faire Chance bekommt, dass Qualifizierung möglich ist und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle entwickelt werden.“

Dr. h. c. Nikolaus Schneider

Ehemaliger Vorsitzender des Rates der EKD und Vorsitzender des Vergabegremiums ARBEIT PLUS

Alles auf einen Blick

Nicht ein vom Unternehmen ausgefüllter Fragebogen oder eine Datenauswertung am Computer entscheiden über die Vergabe, sondern die gründliche Analyse, der Besuch vor Ort und die fachliche Expertise des Vergabegremiums.

Bewerbung: 

Teilnehmen können Unternehmen aller Branchen. Bewerbungen beim Verband Kirche Wirtschaft Arbeitswelt (KWA) unter dem Stichwort ARBEIT PLUS sind jederzeit möglich.

Bewertung: 

Das Institut für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS) an der Philipps-Universität Marburg analysiert anhand des ARBEIT PLUS-Bewertungsmodells die Unternehmen und bespricht dies mit ihnen.

Auszeichnung: 

Ein prominentes Gremium unter Leitung des Ratsvorsitzenden der EKD entscheidet mehrmals im Jahr über die Vergabe von ARBEIT PLUS

Öffentlichkeit: 

Das Siegel ARBEIT PLUS ist eine öffentliche Bestätigung der Unternehmensqualität. Die Auszeichnung findet pressewirksam in einem repräsentativen Rahmen statt.

Feedback: 

Das Verfahren ARBEIT PLUS liefert dem Unternehmen Informationen über das Machbare im eigenen Kontext. Am Ende steht ein Profil der Stärken und Schwächen – für alle teilnehmenden Unternehmen und unabhängig von der öffentlichen Auszeichnung. Und alles wird vertraulich behandelt.

Kosten: 

Die Teilnahme an ARBEIT PLUS kostet i.S.v. § 267 HGB
für kleine Kapitalgesellschaften 2.750 Euro + MwSt.(im Wiederholungsfall 1.750 Euro + MwSt.)
für mittelgroße Kapitalgesellschaften 3.500 Euro + MwSt. ( im Wiederholungsfall 2.500 Euro + MwSt.)
für große Kapitalgesellschaften 4.250 Euro + MwSt. (im Wiederholungsfall 3.250 Euro + MwSt.)

Stand 1. Januar 2016

 

 

Reine Zahlenvergleiche sagen wenig aus, denn jedes Unternehmen ist ein Unikat. So wird branchenspezifisch und mit einem differenzierten Indikatorensystem gemessen:

Lebenschancen: Beschäftigung schaffen
  • Beschäftigungsentwicklung im Branchenvergleich
  • Einstellung und Übernahme von Auszubildenden
  • Einstellung älterer Arbeitnehmer
  • Einstellung von Langzeitarbeitslosen
  • Beschäftigung von Schwerbehinderten
Beteiligungschancen: Beschäftigung sichern
  • Umgang mit Beschäftigungsrisiken
  • Integration in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse
  • Fort- und Weiterbildung
  • Gesundheitsmanagement
  • Qualitätssicherungssysteme
Entfaltungschancen: Beschäftigung gestalten
  • Familienförderung
  • Age Management – den demographischen Wandel gestalten
  • Gender und Karriere
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Teilzeitbeschäftigung und Förderung der „Teilzeitkultur“
Sozialkultur: Arbeitsgesellschaft entwickeln
  • Corporate Citizenship
  • Unternehmensleitbild
  • Betriebliche Mitbestimmung
  • Führungs- und Konfliktkultur
  • Materielle Mitarbeiterbeteiligung

 

 

Das Vergabegremium entscheidet aufgrund eines Gutachtens des unabhängigen Instituts für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS) an der Universität Marburg über die Auszeichnung mit ARBEIT PLUS. Zum Vergabegremium gehören:

Dr. Heinrich Bedford-Strohm
Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (Vorsitz)

Peter Clever
Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Univ.-Prof. Dr. Winfried Hamel
Langjähriger Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung, Organisation und Personal, Universität Düsseldorf

Michael Vassiliadis
Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Dr. Regina Görner (Mandat ruhend)
Gewerkschaftssekretärin IG Metall

 

 

Seit wann gibt es ARBEIT PLUS?

Am 30. 11. 1998 wurden die ersten vier Unternehmen ausgezeichnet. Angeregt wurde das Arbeitsplatzsiegel durch Dr. Rainer Meusel, den Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Leipzig 1997. Im November 1997 startete die Pilotphase in der Evangelischen Kirche im Rheinland. 1999 hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Initiative ARBEIT PLUS übernommen, das Siegel wird seitdem bundesweit verliehen. ARBEIT PLUS ist eine Auszeichnung für sozial nachhaltige Unternehmenspolitik.

Kann sich jedes Unternehmen bewerben?

Ja. Voraussetzung für eine Teilnahme ist lediglich, dass es sich dabei um ein rechtlich selbstständiges Unternehmen mit eigenständigem Marktauftritt handelt. Seit 2001 können auch Kleinunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten am Vergabeverfahren teilnehmen.

Muss der Firmeninhaber Mitglied der evangelischen Kirche sein?

Das ist keine Voraussetzung und spielt für die Auszeichnung auch keine Rolle.

Können auch Dritte ein Unternehmen für das Arbeitsplatzsiegel vorschlagen?

Das ist möglich. Dennoch muss das Unternehmen zustimmen und aktiv werden.

Wie läuft das Verfahren konkret ab?

Sie melden sich schriftlich bei Arbeit Plus an und schließen einen Vertrag mit der EKD. Mit der Durchführung der Untersuchung hat die EKD das unabhängige Institut für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS) an der Philipps-Universität Marburg beauftragt. Geschäftsleitung und Betriebsrat erhalten Fragebögen, deren Auswertung ist die Grundlage für die Interviews vor Ort. Der Bericht des IWS bildet dann die Basis für die Entscheidung durch das Vergabegremium. Im Fall einer positiven Entscheidung erfolgt die Verleihung des Siegels. Die ausgezeichneten Unternehmen können maximal zwei Jahre damit werben. Danach ist eine erneute Prüfung durch das IWS erforderlich, um wieder zertifiziert zu werden.

Was kostet das Verfahren?

Die Teilnahme an ARBEIT PLUS kostet für kleine Kapitalgesellschaften i.S.v. § 267 HGB 2.000 Euro + MwSt., für andere Unternehmen 3.500 Euro + MwSt.  – darin enthalten sind bereits die Kosten für das Siegel, die Urkunde, die Vergabefeier sowie für den Feedbackbericht mit einem vom IWS erstellten Stärke-Schwäche-Profil.

Was sind die Leistungen von ARBEIT PLUS?
  • Interviews im Unternehmen
  • Ausführlicher individueller Feedbackbericht
  • Informationen über die eigenen Leistungen im Branchenvergleich
  • Bei Auszeichnung Nutzung des Siegels für Werbezwecke
  • Regionale Vergabeveranstaltung mit dem Bischof oder leitenden Geistlichen der Landeskirche
  • Möglichkeit der Teilnahme an einer zentralen Vergabeveranstaltung mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • Pressearbeit seitens der EKD sowie der Landeskirche
Wozu nützt das Arbeitsplatzsiegel?

Schon die Teilnahme an der Untersuchung kann sich positiv auf die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirken. Und der Feedback-Bericht des IWS zeigt, wo das Unternehmen gut ist – und wo es noch besser werden könnte. Er bietet Informationen über das Machbare und wertvolle Anregungen für Geschäftsführung und Betriebsrat.

Wie sieht es mit der Außenwirkung aus?

Mit ARBEIT PLUS signalisiert ein Unternehmen nach innen und außen: hier bemüht man sich um eine sozial nachhaltige Personal- und Beschäftigungspolitik. Das Arbeitplatzsiegel hilft dem Unternehmen sehr bei der Suche nach Fachkräfte und ist vielfältig im internen wie externen Personalmarketing einsetzbar.

Und was sagen die Unternehmen zu ARBEIT PLUS?

„Es hat uns mit Stolz erfüllt, den Ansprüchen dieses Siegels gerecht geworden zu sein. Es ist ein Ansporn, diesen Weg weiterzugehen.“

„Wir sind überzeugt, dass wir unsere Mitarbeiter überdurchschnittlich am Unternehmen beteiligen. Dies wollten wir einem Benchmarking unterziehen.“

„Unsere Stärken wurden als Stärken erkannt und entsprechend bewertet. Aber uns wurde auch bewusst, dass es Themenfelder gibt, bei denen wir nur durchschnittlich abschneiden.“

Gibt es eine Evaluierung?

ARBEIT PLUS wurde 2001 von Prof. Dr. Günter Silberer von der Universität Göttingen und 2005 vom Sozialwissenschaftlichen Institut (SI) der EKD evaluiert. Die Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland hat sich bewährt. Seit dem Start gab es 86 Zertifizierungen (Stand November 2013), insgesamt 51 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Regionen in Deutschland wurden ausgezeichnet, nicht wenige  bereits mehrfach.

Kontakt & Bewerbung

Dr. Axel Brassler
Geschäftsführer
Evangelischer Verband
Kirche Wirtschaft Arbeitswelt (KWA)
Arnswaldtstraße 6
30159 Hannover
Tel.: 0511 473877-11
E-Mail

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