Autor: Peer-Detlev Schladebusch

Was kann uns Orientierung für ein gutes Miteinander bei der Arbeit geben? Sind es die ausgefeilten Un- ternehmensleitlinien? Sie sind oft so kompliziert und manchmal auch schon wieder veraltet. Ein gelingendes Miteinander lebt von grundlegenden gemeinsamen Werten. Sie sollten so eingängig und verständlich sein, dass ein Kind sie begreift und an 10 Fingern abzählen kann.

Die Zehn Gebote der Bibel stellen so eine grundlegende Hilfe für das Leben dar. Sie sind seit Jahrtausenden bewährt und trotzdem immer wieder vergessen. Wir können sie übersetzen in die Herausforderungen der Arbeitswelt. Sie verdeutlichen uns unsere dreidimensi- onale Verantwortung gegenüber Gott, unserer Mitwelt und uns selbst. Eine ideale Hilfe zum gemeinsamen Gestalten in der einen Welt:

1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Lass Gott die Hauptrolle in Deinem Leben spielen. Nimm seinen Auftrag wahr, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Lobe Gott mit Deiner Arbeit.

2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Respektiere Gottes Autorität. Maße sie dir nicht selbst an. Vermeide religiöse Anspielungen zu Deinem Vorteil oder zu Zwecken der Werbung.

3. Du sollst den Feiertag heiligen. Entdecke das große Geschenk an Dich und Deine Mitmenschen: Du darfst am Sonntag wie Gott ruhen. Danke ihm dafür. Ermög- liche bewusst auch anderen, den Sonntag als Tag der Ruhe und Erholung zu erleben.

4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Gott hat die Familie erfunden, um Menschen eine gute Entwicklung zu ermöglichen. Sie sollen lernen,

was vertrauensvolle und fürsorgende Gemeinschaft bedeutet. Trage Deinen Teil dazu bei, dass dieses Mit- einander täglich erfahrbar wird und die Gesellschaft positiv prägt.

5. Du sollst nicht töten. Bedenke die Folgen Deines Tuns. Frage Dich, was dem Leben dient.
6. Du sollst nicht ehebrechen. Treue und Vertrauen sind ein fester Anker in der Zeit. Verheirate dich nicht mit deiner Arbeit. Verhalte dich ehrlich und loyal deinen Mitmenschen gegenüber.

7. Du sollst nicht stehlen. Betrug, Manipulation oder Vorteilsnahme sollen nicht Dein Handeln bestimmen. Es liegt kein Segen darauf, auf Kosten anderer weiter- zukommen. Setze Dich vielmehr ein für Gerechtigkeit und das Recht der Schwachen.

8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Frage dich, was wahr und fair ist. Sei ein Vorbild im kollegialen, freundschaftlichen und part- nerschaftlichen Miteinander.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du darfst Deine echte und ewige Heimat bei Gott haben. Mehr geht nicht. Gönne anderen ihren Besitz und gib ihnen von der Liebe weiter, mit der Gott dir begegnet. 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist. Gier, Neid und Geiz sind giftige Früchte, die dich und andere krankmachen. Liebe Gott, damit dein Leben gelingt. Entdecke die Potenziale, die er dir verliehen hat. Lebe sie in gegenseitiger Ergänzung mit deinem Nächsten. So wirst Du ein Segen sein!

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zu dieser Wortmeldung an kda@kirchliche-dienste.de.

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