Wir informieren über eine Tagung der Ev. Akademie Loccum unter Mitwirkung des KDA:

Der Zugang zum Arbeitsmarkt gilt als wichtiger Schlüssel zur Integration von Flüchtlingen. Wer arbeitet, ist nahe am Alltag, in Kontakt mit anderen Menschen und muss ständig mit der deutschen Sprache umgehen. Sollen Flüchtlinge jedoch schnell in Arbeit und Ausbildung gelangen, so sind sowohl mentale als auch praktische und formale Hindernisse zu überwinden.

Inzwischen wachsen Zweifel an der anfangs oft gehegten Hoffnung, dass Flüchtlinge kurzfristig zur Linderung des Fachkräftemangels beitragen können. Zwar gibt es bisher kaum gesicherte Erkenntnisse darüber, welche Qualifikationen geflüchtete Menschen mitbringen, aber es scheint, dass die Spreizung des Qualifikationsniveaus groß ist. Vermutet wird ferner, dass die Zahl der niedrig bis gar nicht Qualifizierten überwiegt. Mit welchen Ansätzen, Konzepten und Projekten zur beruflichen Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt reagieren Betriebe, Kammern, Behörden und Akteure der Wirtschaftsförderung nun auf den Flüchtlingszuzug?

Viele Flüchtlinge wollen möglichst schnell in Arbeit kommen und diese Bereitschaft sollte genutzt werden. Für den Einstieg bieten sich von Hilfstätigkeit über Praktikum und Ausbildung bis zum regulären Arbeitsverhältnis viele Möglichkeiten. Wie kann zwischen diesen Optionen abgewogen werden? Welche Wirkungen sind zu bedenken?

Vor dem Einstieg in Beruf oder Ausbildung steht die Aufgabe, Qualifikationen und Fertigkeiten von Flüchtlingen festzustellen und an deutsche Standards heranzuführen. Wie können dabei einzelne berufsqualifizierende Kompetenzen statt formaler Abschlüsse in den Mittelpunkt rücken? Wie kann die Sprachbildung von Anfang an und während der betrieblichen Tätigkeit gewährleistet werden?

Wie alles dies erfolgreich gelingen kann, ist Gegenstand dieser Tagung, auf der anhand vieler Beispiele konkrete Erfahrungen ausgetauscht werden.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier oder online: http://www.loccum.de/programm/p1621.html