Wir freuen uns, die Pressemitteilung der Hanns-Lilje-Stiftung zu veröffentlichen, in der die Nominierung einer Initiative unseres Verbandes für den Stiftungspreis 2017 angekündigt wird. Die Pressemitteilung finden Sie hier zum Download.

Wirtschaft und Wissenschaft für das gute Leben Drei Initiativen und zwei Wissenschaftlerinnen für „Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung“ nominiert

Welche Rolle spielt Empathie im ökonomischen Handeln? Wie werden globale wirtschaftliche Zusammenhänge für Jugendliche erlebbar? Unter welchen Bedingungen produzieren Handelsketten Lederschuhe in Asien? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Initiativen, die jetzt für den „Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung“ 2017 nominiert worden sind. Zu den Nominierten gehören die beiden Theologinnen Claudia Fülling (Düren) und Gotlind Ulshöfer (Tübingen) sowie der Verein Südwind aus Bonn, die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Unternehmer (AEU) aus Karlsruhe und der Evangelische Verband Kirche Wirtschaft Arbeitswelt aus Hannover.

Der Hanns-Lilje-Stiftungspreis ist mit insgesamt 20.000 Euro Preisgeld die höchst dotierte Auszeichnung, die kirchliche Stiftungen in Deutschland für Wissenschaftler und Initiativen verleihen. Alle zwei Jahre wird der Preis zu wechselnden Themen vergeben. In diesem Jahr steht die Bedeutung der Wirtschaft für das Leben im Mittelpunkt. „Wir wollen Forscher und Projekte auszeichnen, die mit ihren innovativen Beiträgen die aktuelle Debatte um ein gerechtes Wirtschaftsleben voran- und Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander bringen“ , sagt der Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung, Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander.

Ausgezeichnet werden die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen des Hanns-Lilje- Forums am 29. März 2017 in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover.


Nominiert für den 
Hanns-Lilje-Wissenschaftspreis 2017

Hoffnungen auf den Gewinn des Wissenschaftspreises in Höhe von 10.000 Euro können sich die Tübinger Volkswirtin und Theologin PD Dr. Gotlind Ulshöfer und die Dürener Theologin und Schulleiterin Dr. Claudia Fülling machen.

Claudia Fülling forscht zur Relevanz menschlicher Empathie im wirtschaftlichen Handeln. In ihrer Dissertation „Theologische Wirtschaftsethik der Empathie“ verbindet sie Theologie und Ökonomie mit Pädagogik. So entwickelt sie Vorschläge, wie sich theologische- und wirtschaftsethische Fragestellungen im Schulunterricht etablieren lassen.

Gotlind Ulshöfer greift in ihrer Habilitation „Soziale Verantwortung aus protestantischer Perspektive“ die Debatte um die soziale und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility – CSR) auf und zeigt, inwiefern CSR ein Beitrag der Wirtschaft für ein gutes Leben sein kann. Dabei führt sie theologische, ethische und ökonomische Diskurse zusammen und entwickelt eine Ethik der Handlungsräume.


Nominiert für den Hanns-Lilje-Initiativpreis 2017

Gleich drei Projekte konkurrieren um den mit 10.000 Euro dotierten Initiativpreis.

„5.000 Brote – Konfirmanden backen Brot für die Welt“ heißt das bundesweite Projekt, das der Evangelische Verband Kirche Wirtschaft Arbeitswelt (KWA) organisiert. Daran beteiligt sind der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, Brot für die Welt und Konfirmanden aus allen Landeskirchen der EKD. Seit 2014 backten mehr als 18.000 Konfirmanden gemeinsam mit lokalen Bäckern Brot und gaben diese Brote gegen Spende ab. Mit rund 70.000 Broten erwirtschafteten die Jugendlichen rund 300.000 Euro an Spenden, die direkt an Projekte von Brot für die Welt flossen.

Ebenfalls nominiert ist der Verein Südwind aus Bonn, der sich mit seinem Institut für Ökonomie und Ökumene für eine gerechte Weltwirtschaft einsetzt. Südwind deckt beispiels-weise ungerechte wirtschaftliche Strukturen in der Schuh-, Smartphone- oder Kakaoproduktion auf. Aus den Erkenntnissen entwickelt das Institut Bildungsangebote sowie Handlungs-möglichkeiten für Verbraucher. Mit Unterstützung von Südwind entstand zudem ein Siegel für nachhaltige Geldanlagen.

Auch der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer e.V. (AEU) in Karlsruhe hat Chancen auf eine Auszeichnung. Seit mehr als 50 Jahren beteiligt er sich an der gesellschaftspolitischen Meinungsbildung zu wirtschafts- und sozialethischen Fragen. In jährlich etwa 100 Gesprächskreisen und Veranstaltungen in allen Teilen Deutschlands kommen regelmäßig Führungskräfte aus Unternehmen und Kirche zusammen.

Mehr zu den Nominierten: http://www.hanns-lilje-stiftung.de/projekte/hanns-lilje-stiftungspreis/stiftungspreis-2017/nominierte-wissenschaftlerinnen/ sowie http://www.hanns-lilje-stiftung.de/projekte/hanns-lilje-stiftungspreis/stiftungspreis-2017/nominierte-initiativen/

Mitglieder der Jury des Hanns-Lilje-Stiftungspreises:

Prof. Dr. Ulrike Grote, Leibniz Universität Hannover, Institut für Umweltökonomie und Welt-handel; Prof. Dr. Marco Hofheinz, Leibniz Universität Hannover, Institut für Theologie und Religionswissenschaft; Dr. med. Heiner Ruschulte, Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover; Dr. Stephan Schaede, Direktor der Evangelischen Akademie Loccum; Prof. Dr.-Ing. Jürgen Vogel, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK); Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD); Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung (geschäftsführend).

Die Stiftung

Die Hanns-Lilje-Stiftung gehört zu den größten fördernden kirchlichen Stiftungen in Deutschland und trägt den Namen des ehemaligen Landesbischofs der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Wichtigstes Ziel der Stiftung ist es, den Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik zu fördern.

Pressekontakt: 

Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander
Sekretär / Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung,
Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover
Fon: 0511 1241 165

Email: dahling-sander@lilje-stiftung.de
www.lilje-stiftung.de
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