Veranstaltungshinweis aus dem ESA-Ausschuss:

Hartz 4.0? Die Grundsicherung für Arbeitssuchende zwischen Fortentwicklung und Generalrevision

Im letzten Herbst begann eine neue Grundsatzdebatte über das SGB II. Seither haben viele Parteien und Ver- bände Ihre Forderungen und Reformvorstellungen konkretisiert: Sie reichen von der vorsichtigen Weiterent- wicklung über eine neues Austarieren von „Fördern und Fordern“ bis hin zum Vorschlag, „Hartz IV hinter uns zu lassen“.

Doch was liegt vor uns? Was käme nach einer arbeitsmarkt- politischen Revolution? Wie könnte „Hartz 4.0“ aussehen? Oder sollte es doch lieber ein „SGB 2.1“ werden? Schließlich sehen viele im SGB II einen wichtigen Baustein für das deut- sche „Jobwunder“ der letzten Jahre.

Konkret stellt sich die Frage, ob und wie der Druck zur Auf- nahme einer Arbeit, den auch viele Beschäftigte und Kurzzeitarbeitslose als belastend empfunden haben, gemildert und durch zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten ergänzt werden sollte.

Diese Frage bezieht die Sanktionen mit ein, die angesichts des aktuellen Verfahrens vor dem Bundesverfassungsge- richt eine besondere Aufmerksamkeit erfahren. Doch auch jenseits dieses juristischen Verfahrens ist der Ruf laut ge- worden, eine neue Kultur im Umgang zwischen Jobcentern und Leistungsberechtigten zu etablieren. An die Seite dieser neuen Kultur müssen zusätzliche Angebote – gerade für Langzeitarbeitslose – treten. Welche könnten das sein? Hat der Soziale Arbeitsmarkt, der seit Anfang des Jahres in Kraft ist, die erhofften Verbesserungen bewirkt? Wo bestehen Verbesserungs- und Nachsteuerungsbedarfe?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

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