Der KDA Hannover im Gespräch

Scheitern ist ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Wer scheitert, sucht die Schuld vor allem bei sich selbst. Wer scheitert, versagt. Vor sich selbst, vor anderen. Das macht es schwer, über das Scheitern zu sprechen.

Scheitern ist ein Tabu-Thema, auch im Bereich von unternehmerischer Verantwortung. Die Problematik ist immer aktuell, aber die Dringlichkeit nimmt gerade zu. Die Folgen der Corona-Pandemie werden aller Voraussicht nach in den nächsten Monaten viele Unternehmer*innen vor die Frage einer Insolvenz stellen, wenn sie nicht schon längst gestellt wird.

Darüber spreche ich am Montag, den 5. Oktober 2020, von 18-19 Uhr mit Attila von Unruh, dem Leiter von TEAM U, der ersten gemeinnützigen Organisation in Deutschland, die sich speziell um Unternehmer*innen und Selbstständige in Krisen kümmert (https://team-u.de/). In dem Gespräch wird es um die Entstehung und das Angebot von TEAM U gehen, insbesondere auch die von Attila von Unruh initiierte Selbsthilfebewegung der „Anonymen Insolvenzler“. Eine These, über die wir ins Gespräch kommen wollen, lautet: Dort, wo schon im Vorfeld einer Insolvenz Betroffene offen das Gespräch suchen, können die Folgen eines Scheiterns abgemildert werden.

Das Gespräch mit Attila von Unruh findet auf Zoom statt. Es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Diskussionsbeiträge zu geben. Ausdrücklich laden wir ein, auch anonym an der Veranstaltung teilzunehmen, ohne Ihren Namen anzugeben und ohne die Kamera einzuschalten. In vielen Gesprächen habe ich immer wieder gehört: „Es darf nicht bekannt werden, dass ich mich mit dem Scheitern meines Unternehmens beschäftige, das könnte mir erheblich schaden.“

Bitte melden Sie sich unter diesem Link an: https://anmeldung.e-msz.de/content/der-kda-im-gespr%C3%A4ch-mit-attila-von-unruh-von-team-u-2877

Kontakt: Pastor Dr. Matthias Jung, Landessozialpfarrer, Leiter des Fachbereichs Kirche. Wirtschaft. Arbeitswelt jung@kirchliche-dienste.de