aus dem KDA der Nordkirche:

Regeln am Band bei hoher Geschwindigkeit

Der Dokumentarfilm der jungen Regisseurin Yulia Lokshina setzt sich mit den Arbeitsbedingungen osteuropäischer Werkvertragsbeschäftigter auseinander und kommt dabei ganz ohne tote Tiere aus. Bereits vor dem offiziellen Kinostart (22.10.) gibt es im Gebiet der Nordkirche zwei Mal die Gelegenheit, sich mit dem hochaktuellen Film und seinen Inhalten auseinanderzusetzen:

Am Dienstag, den 13.10., 18.30 Uhr zeigen KDA, Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf und der Stützkreis Kellinghusen e.V. den Film im Bürgerhaus Kellinghusen (Hauptstr. 18) und laden ein zur Diskussion mit der Regisseurin Yulia Lokshina sowie mit Norbert Wagner, DGB-Kreisvorsitzender Steinburg und Helga Zichner, Faire Mobilität Kiel.

Kellinghusen ist selbst einer der drei Standorte von Großschlachthöfen in Schleswig-Holstein,  ein weiterer liegt nur ca. 16 km entfernt.  Seit drei Jahren engagieren sich Bürgerinnen und Bürger aus Kellinghusen im besonderen Maß für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen der dort Beschäftigten und gründeten zuletzt sogar den Verein „Stützkreis Kellinghusen e.V.“ um dieses Engagement fortführen zu können. Seine Mitglieder gehören ebenso wie der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt ( KDA) zu einem schleswig-holsteinweiten Bündnis für die Verbesserung der Bedingungen in der Fleischindustrie.

„Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, diesen Film und seine Regisseurin noch vor dem offiziellen Kinostart nach Kellinghusen zu holen und sind gespannt auf die Einblicke, die uns dieser Film von anderorts geben wird“, so die Veranstalter. „Natürlich schauen wir auch gebannt Richtung Berlin, wo in diesen Tagen das neue Arbeitsschutzkontrollgesetz verabschiedet werden wird – Wir sind sicher, es mangelt uns nicht an Themen für die anschließende , angeregte Diskussion.“

Der Eintritt ist frei, aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl und der Coronaregelungen ist eine vorherige Anmeldung  bis zum 12.10. aber unbedingt erforderlich: hamburg@kda.nordkirche.de oder 0173/ 82 88 003 ( Heike Riemann, KDA)

Am Donnerstag, den 15.10., 20.00 Uhr zeigt das Zeise-Kino in Hamburg-Altona den Film in einer Vorab-Vorführung an die sich wiederum eine Diskussion anschliesst.

Diakonie Hamburg und KDA der Nordkirche haben dafür neben Yulia Lokshina, Regisseurin des Films und Andreas Klessinger, Protagonist des Films Anja Halbritter, Vorsitzende des Stützkreises Kellinghusen e.V. Kordula Heineck, Referentin der Servicestelle Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel, Arbeit und Leben Berlin/Brandenburg
Moderation: Jens Haverland, KK Rantzau-Münsterdorf
eingeladen.

Eintrittskarten  online über www.zeise.de

Alle bundesweiten Termine sind zu finden unter www.jip-film.de/im-kino/ oder bei Facebook unter www.facebook.com/jipfilm/

Kontakt:

Heike Riemann, KDA Nordkirche
0173/ 82 88 003
hamburg@kda.nordkirche.de