Eine gelungene Abendveranstaltung mit Best Practices-Beispielen, Diskussion und viel Raum zum Netzwerken für die Young Professionals aus Handwerk, Wirtschaft und Kirche.

In einem waren sich Referenten, Impulsgeberinnen und Gäste einig: „Die Arbeitswelt von Morgen wird anders aussehen als heute. Wir sind es, die die Zukunft gestalten.“

Eingeladen hatte der KDA der Nordkirche gemeinsam mit den Hamburger Wirtschaftsjunioren und die Handwerks-Junioren Hamburg e.V. im Rahmen der Akademietage der Nordkirche zum Thema „In Zukunft…arbeiten“. Entstanden ist eine Veranstaltung, bei dem digitales und innovatives Zusammenarbeiten bereits bei der Vorbereitung und an dem Abend selber praktiziert und gelebt wurde.

Die Referenten und Impulsgeber*innen, Teil der Community, haben ihre Erfahrungen und ihr Wissen auf Augenhöhe eingebracht. Dafür können wir nur DANKE sagen an:
– Herr Rainer Figallo, dessen Berufsbezeichnung „New Work Accelerator und „Transformation Ignator“ schon Teil der Zukunft ist. Eindrücklich schilderte er, wie in seiner Tätigkeit als „Befähiger“, die Einstellungen, Bedürfnisse und Gefühle der Mitarbeiter*innen in den Fokus rückt und diese so zum Sprungbrett werden, an dem Wandel zu partizipieren.

– Frau Maxi Hänsch, die davon erzählte, wie sie als Handwerksmeisterin und Inhaberin des Traditionsunternehmens „Silberwerkstatt“ mit ihren Mitarbeitenden den Sprung in die digitale E-Commerce Welt finden musste, um am Markt bleiben zu können;

– Herr Julian Schildknecht, der mit seinem Start Up „Lift for Future“ neue Wege zur Personalfindung geht;

– Herr Fabian Wylenzek, der in dem Großunternehmen „Deutsche Bundesbahn“ vor der Herausforderung steht, Zukunft zu gestalten und dabei sowohl die Mitarbeitenden mitzunehmen, die vor Ort ihre Arbeit machen, als auch diejenigen, die sowohl im Büro als auch im Homeoffice arbeiten können.

Alle Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Plenum wurden als wertvolle Ergänzungen aufgenommen. “NEW WORK”, so wurde deutlich, heißt, wir müssen anders zusammenarbeiten. Von “wo wir arbeiten werden?” und “wie Arbeitsräume gestaltet sind”, kann gute Arbeitsprozesse eröffnen und unterstützen. Der wichtigste Faktor wird in Zukunft jedoch das kooperative Zusammenspiel von Menschen und von Mensch und Technik sein. Verschiedenheit in Ausbildung, Tempo, Zugang, Erfahrung, Geschlecht und Temperament werden dabei als positive Verstärkungen wahrgenommen, denn Transformation kann nur gemeinsam gestaltet werden.
Dass dies auch ein Thema der Kirche ist, hat Pastorin Maike Barnahl in die Diskussion deutlich gemacht und von dem Start-Up Projekt der Nordkirche mit dem Arbeitstitel „Ritualagentur“ erzählt. Es wurde greifbar, wie in der Kirche darüber nachgedacht wird, auf neue Weise zu Menschen in Kontakt zu gehen. Eine Trauung in Zukunft in einer Bar durchzuführen oder die Taufe des eigenen Kindes im Garten – eine Bandbreite an denkbaren Möglichkeiten fächert sich auf. Wer so denkt und den Blick weitet, sucht Lösungen für die Erkenntnis, dass sich die Bedarfe der Menschen verändert haben und Rituale zu einem Markt der Möglichkeiten geworden sind. Welche Formen kann es geben, dass Menschen, die täglich digital kommunizieren, dies auch mit der Kirche tun können? Freie Termine in der Wunschkirche prüfen, vor Ort Besuch und Gespräch verabreden, geht das auch digital? Und gibt dazu demnächst eine App, mit der sich diese Terminabsprachen niedrigschwellig klären lassen?

Das Fazit des Abends: Das Thema „New Work“ ist noch nicht zu Ende diskutiert und gestaltet. Der Umbruch in der Arbeitswelt hat gerade erst begonnen. Zur christlichen Freiheit, die Zukunft zu gestalten, gehört letztlich auch die Verantwortung, nach Grenzen und Brüchen zu fragen und diese mitzudenken.  Daher: Es wird nicht der letzte spannende Abend zum Thema #NEW WORK gewesen sein.

Kerstin Albers-Joram
Referentin
Dorothee-Sölle-Haus
Max-Brauer-Allee 16
22765 Hamburg
Tel. 040 / 30 6201-352
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Renate Fallbrüg

Pastorin, Theologische Referentin
KDA Nordkirche
Königstraße 54
22767 Hamburg
Telefon: 040  30 620 1361
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