Die Hälfte ist geschafft! Mittwoch um zwölf Uhr ist der halbe Mittwoch vorbei, die Hälfte der klas­si­schen Montag-bis-Freitag-Woche und auch die Hälfte der Woche, die nach christ­li­chem Ver­ständ­nis mit dem Sonntag beginnt, liegt hinter einem. Von manchen wird dieser Moment als „Hump-day“ oder „Bergfest“ bezeich­net.

Wer die Hälfte hinter sich hat, hat schon viel erlebt und geschafft – Schönes und Trau­ri­ges, Aben­teu­er­li­ches und Lang­wei­li­ges, Ver­wun­der­li­ches oder Begeis­tern­des. Wer die Hälfte noch vor sich hat, kann sich noch auf Vieles freuen und so Manches meistern.

Die „Halbzeit“ ist also ein guter Moment, um kurz inne­zu­hal­ten und sich eine gedank­li­che Pause zu gönnen. Mit kurzen Texten und Bildern laden wir Sie jeden Mittwoch zu einer kurzen Mitt­woch­s­an­dacht ein. Gönnen Sie sich diese kurze Halbzeit-Pause!

Jeden Don­ners­tag ver­sen­den wir die Halbzeit-Andacht des KDA aus Bayern in unserem News­let­ter, um auch am Don­ners­tag noch mal inne zu halten.

Wer einmal lügt…

Heute schon gelogen? Nicht, dass ich Ihnen etwas unter­stel­len möchte, aber laut wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen lügen wir alle im Durch­schnitt zweimal am Tag. Lüge ist jedoch nicht gleich Lüge. So unter­schei­det die Psy­cho­lo­gie zwischen weißer und schwar­zer Lüge.

Diese Unter­schei­dung liegt darin begrün­det, ob Lügen kitten oder killen. Wer der Arbeits­kol­le­gin bei­pflich­tet, dass ihre Prä­sen­ta­tion im Team­mee­ting heute „richtig gut“ war, auch wenn sie eigent­lich nur das Prädikat „okay“ verdient, dem geht es viel­leicht auch darum, das Gegen­über, das gerne mal von Selbst­zwei­fel geplagt ist, ein wenig auf­zu­rich­ten. Die Kollegin wird es einem in einem eigenen schwa­chen Moment mit einer ähnlich erbau­li­chen Schwin­de­lei zu danken wissen.

Wer hingegen „lügt wie gedruckt“, um den eigenen Vorteil bedacht, ohne Rück­sicht auf Verluste, der ist im schwar­zen Spektrum der Lüge unter­wegs. Per­spek­ti­visch pflas­tern Bezie­hungs­lei­chen seinen Weg. Denn wer möchte mit einem Lügner zusammen arbeiten, gar befreun­det sein, dessen Wort man auf keine Waage der Welt legen kann? Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, sagt der Volks­mund.

Aber warum? Die Sozi­al­psy­cho­lo­gie beschreibt uns Menschen als Bezie­hungs­we­sen. Wir leben in einem Geflecht von Bezie­hun­gen, dessen Kitt das Ver­trauen ist. Lüge jedoch zerstört Ver­trauen.  Diese Erkennt­nis ist so alt wie die Bibel, in der erzählt wird, dass der Mensch als Mann und Frau und damit eben als Bezie­hungs­we­sen geschaf­fen wird.

 wei­ter­le­sen…

Pfarrer Peter Lysy, stv. Leiter des kda Bayern

Weitere Halbzeit-Andach­ten finden Sie direkt beim Kirch­li­chen Dienst in der Arbeits­welt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern https://kda-bayern.de/mensch-und-arbeit/halbzeit/