18. April 2023

Ange­sichts der geplan­ten Bei­trags­er­hö­hun­gen zur sozialen Pfle­ge­ver­si­che­rung spricht sich die ACA für ein nach­hal­ti­ges Konzept zur Finan­zie­rung des Pfle­ge­we­sens aus. Die ständige Anhebung des

Pfle­ge­bei­trags kann die demo­gra­fisch beding­ten Her­aus­for­de­run­gen einer altern­den Gesell­schaft alleine nicht abfedern.

 

Vor dem Hin­ter­grund der anste­hen­den Sozi­al­wah­len äußert der Bun­des­vor­stand der Arbeits­ge­mein­schaft Christ­li­cher Arbeit­neh­mer-Orga­ni­sa­tio­nen (ACA) deut­li­che Kritik an dem Vorhaben,

die Bei­trags­sätze zur Pfle­ge­ver­si­che­rung erneut anzu­he­ben. „Die Höhe des geplan­ten Anstiegs ist erheb­lich“, äußert der ACA-Bun­des­vor­sit­zende Andreas Luttmer-Bensmann. So betrage der geplante

Anstieg zum Teil mehr als einen halben Pro­zent­punkt. „Dies stellt eine große Belas­tung für Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer dar. Statt ein­fa­cher Erhö­hun­gen brauche es eine wei­ter­ge­hende

Debatte darüber, wie sich der gestie­gene Finan­zie­rungs­be­darf in der Pflege in Zukunft soli­da­risch und sozial ver­träg­lich stemmen ließe“.

 

„Aus Sicht der ACA fehlt es an einem lang­fris­ti­gen Konzept für eine nach­hal­tige Finan­zie­rung der Pfle­ge­ver­si­che­rung“, ergänzt Claudia Braun, Mitglied im ACA-Bun­des­vor­stand und Kan­di­da­tin für den

Ver­wal­tungs­rat der DAK-Gesund­heit bei den anste­hen­den Sozi­al­wah­len. Schließ­lich werde der Finan­zie­rungs­be­darf von Pfle­ge­leis­tun­gen ange­sichts einer altern­den Gesell­schaft in den kom­men­den

Jahren noch zunehmen. „Vor diesem Hin­ter­grund brauchen wir eine Aus­ein­an­der­set­zung darüber, ob und in welcher Höhe die Pfle­ge­ver­si­che­rung einen steu­er­fi­nan­zier­ten Bun­des­zu­schuss erhalten sollte.“

Dies würde die soli­da­ri­sche Finan­zie­rungs­ba­sis der Pflege deutlich ver­grö­ßern und die bislang ein­sei­ti­gen Belas­tun­gen von Arbeits­ein­kom­men ver­rin­gern. „Auch die mögliche Ein­be­zie­hung weiterer

Ein­kunfts­ar­ten, ins­be­son­dere mit Blick auf Kapi­tal­ein­kom­men, sollte kein Tabu sein“, fügt die stell­ver­tre­tende ACA-Bun­des­vor­sit­zende Kathrin Zellner hinzu.

 

Die ACA setzt sich für eine soli­da­ri­sche und sozial gerechte Gestal­tung der Sozi­al­ver­si­che­rung ein. Gemein­sam treten ihre Mit­glieds­ver­bände – die Katho­li­sche Arbeit­neh­mer-Bewegung, das Kol­ping­werk

und der Bun­des­ver­band evan­ge­li­scher Arbeit­neh­mer­or­ga­ni­sa­tio­nen – bei den Sozi­al­wah­len 2023 an. Aktuell ist die ACA mit mehreren hundert Mandatsträger*innen in über 30 Kran­ken­kas­sen,

Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­gern auf Bun­des­ebene und in den Bun­des­län­dern aktiv. Damit ist sie mit den Gewerk­schaf­ten deutsch­land­weit einer der großen Akteure im Bereich der

Sozi­al­wah­len. Von April bis Mai 2023 treten die drei Verbände unter anderem zur Wahl des Ver­wal­tungs­ra­tes der BARMER Ersatz­kasse und der DAK-Gesund­heit an.

 

Kontakt:

Alex­an­der Such­om­sky (ACA-Bundesgesch.ftsführer)

Tel.: 0221 / 20701131, Email: alexander.suchomsky@kolping.de

Weitere Infor­ma­tio­nen unter www.aca-bund.de

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