Halbzeit-Andacht: Sch***Lohnarbeit

Halbzeit! Die Mittwochsandacht.

Die Hälfte ist geschafft! Mittwoch um zwölf Uhr ist der halbe Mittwoch vorbei, die Hälfte der klas­si­schen Montag-bis-Freitag-Woche und auch die Hälfte der Woche, die nach christ­li­chem Ver­ständ­nis mit dem Sonntag beginnt, liegt hinter einem. Von manchen wird dieser Moment als „Hump-day“ oder „Bergfest“ bezeich­net.

Wer die Hälfte hinter sich hat, hat schon viel erlebt und geschafft – Schönes und Trau­ri­ges, Aben­teu­er­li­ches und Lang­wei­li­ges, Ver­wun­der­li­ches oder Begeis­tern­des. Wer die Hälfte noch vor sich hat, kann sich noch auf Vieles freuen und so Manches meistern.

Die „Halbzeit“ ist also ein guter Moment, um kurz inne­zu­hal­ten und sich eine gedank­li­che Pause zu gönnen. Mit kurzen Texten und Bildern lädt der KDA-Bayern jeden Mittwoch zu einer kurzen Mitt­woch­s­an­dacht ein. Gönnen Sie sich diese kurze Halbzeit-Pause!

Diese Woche:

Sch*** Lohnarbeit …

… hat jemand auf den Ver­tei­ler­kas­ten geschmiert.

Im Vor­bei­ge­hen frag ich mich jedes Mal: „Was muss da eine oder einer für eine schlimme Arbeit haben?“ und „Was die wohl verdient mit der Arbeit?“ Ich stell´ mir solche Arbeit vor – lang­wei­lig, eintönig, anstren­gend und die Stunden des Tages ziehen nur langsam dahin.

Und dann sind da ganz schnell zwei Sätze in meinem Kopf: „Selber schuld!“ und „Hättest was Gscheits gelernt.“ Das sind Sätze mit denen ich schnell wieder weg­schauen kann – von oben – unnach­gie­big – hart und herzlos.

In unserer Bibel gibt’s einen, der solchen Erklä­run­gen vehement wider­spricht. Hiob heißt der und er beschreibt seinen quä­len­den Alltag so:

„Muss nicht der Mensch immer im Dienst stehen auf Erden, und sind seine Tage nicht wie die eines Tagelöhners? Wie ein Knecht sich sehnt nach dem Schatten und ein Tagelöhner auf seinen Lohn wartet, so erbte ich Monde der Enttäuschung, und Nächte voller Mühsal wurden mir zuteil. Wenn ich mich niederlegte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Bin ich aufgestanden, so wird mir’s lang bis zum Abend, und mich quälte die Unruhe bis zur Dämmerung.“

So ist es, sagt er. Viel­leicht gibt es Gründe, dass es mir so geht, wie es halt gerade geht – ich kenne sie nicht. Und Hiob lässt nicht zu, dass ihm jemand sagt: „Selber schuld!“

wei­ter­le­sen…

Ein Beitrag von Chris­tian Dittmar, stell­ver­tre­ten­der Leiter kda Bayern.

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