Kirche in der Arbeitswelt: Abschlussveranstaltung „15 Jahre Laboratorium“ in Duisburg

Wie kann Kirche präsent bleiben – mitten in einer Arbeitswelt, die sich rasant verändert?

Mit der Fach­ver­an­stal­tung „Kirche in der Arbeits­welt“ ging am 2. Dezember 2025 in der Kreu­zes­kir­che Duisburg-Marxloh eine beson­dere Weg­stre­cke zu Ende: 15 Jahre Labo­ra­to­rium (2010–2025) – ein regio­na­les Bildungs- und Netz­werk­pro­jekt an der Schnitt­stelle von Arbeit, Bildung und betrieb­li­cher Seel­sorge.

Im Mit­tel­punkt standen Impulse und Dis­kus­sio­nen zur Frage, wie Kirche auch unter ver­än­der­ten Bedin­gun­gen präsent bleiben kann – an öffent­li­chen Orten und in der Arbeits­welt. Pfarrer i.R. Dr. Johannes Rehm warb dafür, kirch­li­ches Enga­ge­ment in diesem Feld nicht zurück­zu­fah­ren, sondern gerade jetzt sichtbar zu bleiben: im Gespräch, in Beglei­tung und in soli­da­ri­schem Handeln.

Einen sozi­al­ethi­schen und his­to­ri­schen Rahmen setzte Prof. Dr. Traugott Jäh­ni­chen (Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum). Er betonte, dass Kirche ange­sichts aktu­el­ler Umbrüche in der Arbeits­welt vor einem Neu­be­ginn stehe – ver­bun­den mit der Aufgabe, die Würde der arbei­ten­den Menschen und die Qualität von Arbeit neu in den Fokus zu rücken.

In der anschlie­ßen­den Gesprächs­runde wurden Per­spek­ti­ven für die Zukunft kirch­li­cher Arbeit in der Arbeits­welt dis­ku­tiert – darunter die Erwei­te­rung des Arbeits­be­griffs (inkl. Care-Arbeit), gesell­schaft­li­che Spal­tun­gen sowie die Bedeu­tung von Mit­be­stim­mung und guter Arbeit.

Auch wenn das Labo­ra­to­rium in seiner bis­he­ri­gen Form endet, bleibt der Impuls der Ver­an­stal­tung deutlich:

Kirche darf den Kontakt zu den Menschen in der Arbeitswelt nicht verlieren.

 

Ein Beitrag von: Dr. Johannes Rehm, Pfarrer i.R., dr.johannes.rehm@gmail.com

 

Weiterführende Materialien

  • Vortrag: Gute Arbeit In Christ­li­cher Sicht (Prof. Dr. Johannes Rehm) – Impulse zu men­schen­wür­di­ger Arbeit, Arbeits­zeit und Qualität von Arbeit aus christ­li­cher Per­spek­tive.

  • Abschluss­do­ku­men­ta­tion: „Labo­ra­to­rium (2010–2025)“ – Rück­blick auf Ziele, Arbeits­for­men, Erfah­run­gen und Erträge aus 15 Jahren Pro­jekt­ar­beit.