Wortmeldung Arbeit und Wirtschaft – Februar 2026

Hintergrund

See­li­sche Belas­tungs­si­tua­tio­nen und psy­chi­sche Erkran­kun­gen wie Depres­sio­nen, Angst­stö­run­gen und Burnout sind zuneh­mend Ursache für Krank­mel­dun­gen in der Arbeits­welt. Die Anzahl der Fehltage aufgrund mentaler Gesund­heits­pro­bleme steigt schnell und kon­ti­nu­ier­lich.

Ver­ant­wor­tungs­be­wusste Arbeit­ge­ber und Arbeit­ge­be­rin­nen ergrei­fen vermehrt Maß­nah­men, um die mentale Gesund­heit der Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen zu fördern und die Arbeits­um­ge­bung zu ver­bes­sern.

Unser Angebot

Die Evan­ge­li­sche Agentur hat deshalb in Koope­ra­tion mit der Katho­li­schen Arbeit­neh­mer-Bewegung (KAB) / Diö­ze­san­ver­band Hil­des­heim das Projekt „Gesagt.Gehört.Geholfen. See­li­sche Erste Hilfe in der Arbeits­welt“ kon­zi­piert.

Seit August 2025 bin ich als Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin tätig und habe die Aufgabe, das Projekt ins Leben zu rufen und in die Tat umzu­set­zen.

Die Kernidee des Pro­jek­tes beinhal­tet die Aus­bil­dung von betriebs­in­ter­nen See­li­schen Erst­hel­fern und Erst­hel­fe­rin­nen, um für Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen inner­halb eines Unter­neh­mens einen Raum für ver­trau­li­che 1:1 Begeg­nun­gen auf Augen­höhe zu schaffen. Ziel ist es, einen geschütz­ten Gesprächs­raum anzu­bie­ten, in dem benannt werden kann, was „auf der Seele liegt“. Der Kontakt kann keine Therapie ersetzen, aber es ist ein wich­ti­ger erster Schritt: an die Stelle von Sprach­lo­sig­keit oder Stigma tritt der per­sön­li­che Aus­tausch.

Manchmal kann schon ein ein­zel­nes Gespräch ent­las­ten, manchmal sind aber auch wei­ter­füh­rende Hilfs­maß­nah­men sinnvoll, bei denen See­li­sche Erst­hel­fer und Erst­hel­fe­rin­nen Ideen ein­brin­gen können. Gege­be­nen­falls kann in einer akuten Kri­sen­si­tua­tion auch schnel­les Handeln geboten sein. Im Fokus ist dabei stets der Gedanke der Hilfe zur Selbst­hilfe. Dabei sind aus­drück­lich Themen sowohl aus dem beruf­li­chen Umfeld als auch aus dem Pri­vat­le­ben will­kom­men – denn beide Seiten sind in einem Menschen ver­bun­den und prägen sein Gesamt­le­ben.

Was uns trägt. Erste Erfolge. Ausblick.

„Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in allen Nöten.“ / Psalm 46, 2.

Das alte Bibel­wort leitet mich bei diesem Enga­ge­ment.

Mit diesem Grund­ge­dan­ken im Sinn sind mitt­ler­weile erste Schritte gegangen, Kontakte geknüpft und Gesprä­che mit ver­schie­dens­ten inter­es­sier­ten Menschen aus der Arbeits­welt geführt. Für 2026 planen wir die ersten Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men für See­li­sche Erst­hel­fer und Erst­hel­fe­rin­nen und den Ausbau des Netz­wer­kes. Die positive Resonanz ermutigt mich und alle am Pro­jekt­er­folg Betei­lig­ten sehr – die Kirche als Träger wird in vielen Rück­mel­dun­gen als authen­tisch, lebens­nah und relevant bewertet.

Herz­li­cher Dank an alle, die das Projekt unter­stüt­zen!

Katja Wisch­new­ski, Refe­ren­tin Projekt „Gesagt.Gehört.Geholfen.“katja.wischnewski@evlka.de
Evan­ge­li­sche Agentur, Team Arbeit und Wirt­schaft, der Lan­des­kir­che Han­no­vers.

Die Wort­mel­dung als PDF.