Das ist das Motto einer Initia­tive der Unter­neh­mer­Frauen im Handwerk (UFH). Sie hat zum Ziel, jungen Frauen den Einstieg ins Handwerk zu erleich­tern. Mit einer Will­kom­mens­kul­tur in den Betrie­ben sollen Schul­ab­gän­ge­rin­nen ein­ge­la­den werden, eine hand­werk­li­che Aus­bil­dung zu machen. Frauen im Handwerk sollen stärker wahr­ge­nom­men werden. 

Die Unter­neh­mer­Frauen bilden die bun­des­weite Inter­es­sen­ver­tre­tung weib­li­cher Füh­rungs­kräfte im Handwerk. Als Meis­te­rin­nen, selbst­stän­dige Unter­neh­me­rin­nen oder Mit­in­ha­be­rin­nen sind sie nah an den Themen und Her­aus­for­de­run­gen. Für ihre Initia­tive haben sie gute Gründe. 

Mit weniger als 20 % ist der Frau­en­an­teil in den hand­werk­li­chen Berufen gering. Es fehlt an weib­li­chen Vor­bil­dern, vor allem in den von Männern domi­nier­ten Gewerken. Dabei schnei­den Frauen in den Leis­tungs­wett­be­wer­ben des Hand­werks über­durch­schnitt­lich gut ab. Fast jeder vierte Betrieb wird von einer Hand­wer­ke­rin gegrün­det. 

Die Kampagne ist nied­rig­schwel­lig. Anhand eines Fra­ge­bo­gens können Firmeninhaber*innen beschrei­ben, wie sie Frauen in ihrem Betrieb unter­stüt­zen. Wenn die Maß­nah­men den Kri­te­rien ent­spre­chen, wird das Siegel „Handwerk ist hier auch Frau­en­sa­che“ ver­lie­hen. Mit dem Siegel auf der Homepage oder dem Fir­men­wa­gen demons­trie­ren Betriebe nach außen, dass Frauen will­kom­men sind. 

Noch ist die Initia­tive kein Selbst­läu­fer. Sie darf noch viel bekann­ter werden. Bis jetzt führen ver­gleichs­weise wenige Betriebe das Siegel. Auch trifft das Anliegen der Unter­neh­mer­Frauen auf Vor­be­halte und Wider­stände. Trotz über­zeu­gen­der Argu­mente scheint der Erfolg der Kampagne nicht selbst­ver­ständ­lich. 

Die Bibel hält dagegen. Jesus sagt:

„Das Him­mel­reich gleicht einem Sau­er­teig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis er ganz durch­säu­ert war“ (Matthäus 13,33).

Der Sau­er­teig ist eine Klei­nig­keit im Ver­gleich zur großen Menge Mehl. Er ver­schwin­det völlig in der Masse. 

Seine Wirkung lässt sich nicht sofort beob­ach­ten. Aber – und das ist fas­zi­nie­rend – sie tritt ein. Mit Sicher­heit! Die Gärung, die vom Sau­er­teig ausgeht, greift um sich. Dehnt sich durch die ganze Masse aus bis alles durch­säu­ert ist. 

Ich bin überzeugt: Die Veränderungen, die von der Initiative ausgehen, greifen um sich, dehnen sich aus bis überall und uneingeschränkt gilt „Handwerk ist hier auch Frauensache“. 

Die Wort­mel­dung können Sie hier als PDF her­un­ter­la­den.

www.kirche-handwerk.de 

 

Hille de Maeyer

Pastorin
Refe­ren­tin für Kirche und Handwerk
Haus kirch­li­cher Dienste
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