WORTMELDUNG 2026: Modernisierung und Engagement: Deutschlands Chancen 2026

Der Übergang ins Jahr 2026 erfolgt in einer Zeit spürbarer Veränderungen in Arbeitswelt und Wirtschaft. Die angespannte globale Lage, der Strukturwandel in Schlüsselbranchen, zunehmender Fachkräftebedarf sowie mehrere parallele Transformationen fordern Unternehmen, Beschäftigte und Politik gleichermaßen heraus. Zugleich zeigen sich erste Zeichen der Erholung, die darauf hindeuten, dass 2026 ein Jahr des Aufbruchs werden könnte.

International werden positive Signale gesendet. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) spricht von einem leichten, aber stabilen Wirtschaftsaufschwung, der sich im kommenden Jahr weiter festigen dürfte. Eine niedrige Inflation, steigende Löhne und abnehmende innenpolitische Unsicherheit kämen der deutschen Wirtschaft zugute, erklärte die OECD. Nach einem Plus von voraussichtlich 0,3 Prozent in diesem Jahr könnte das Wachstum im kommenden Jahr auf 1 Prozent zulegen.

Mit der kürzlich beschlossenen Modernisierungsagenda hat sich die Politik auf einen umfassenden Fahrplan zur Entbürokratisierung geeinigt, der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern und Innovationen schneller zur Wirkung bringen soll. Die Maßnahmen reichen von vereinfachten Planungsverfahren über stärkere Digitalisierung der Verwaltung bis hin zu gezielten Investitionen in Infrastruktur und Zukunftstechnologien.

Auch wir als Team Arbeit und Wirtschaft beobachten seit einiger Zeit ein bemerkenswert hohes Engagement sowohl auf Seiten der Unternehmensleitungen als auch der Beschäftigten. Viele Führungskräfte investieren zusätzliche Zeit und Ressourcen in die Transformation ihrer Unternehmen und Betriebe, um sie auf die neuen Herausforderungen auszurichten und Innovationen voranzutreiben. Gleichzeitig bringen Mitarbeitende großes Verantwortungsbewusstsein, eine neue Art der Flexibilität und kreative Problemlösungen ein, um Anpassungen an die veränderte Marktsituation erfolgreich umzusetzen.

Vor diesem Hintergrund kann die Jahreslosung 2026 einen zusätzlichen, hoffnungsvollen Akzent setzen:

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5).

Sie erinnert daran, dass jenseits unserer Anstrengungen eine Hoffnung steht, die nicht aus ökonomischen Prognosen oder politischen Programmen stammt. Die Losung lädt dazu ein, die vielen Prozesse der Erneuerung mit einem Blick der Hoffnung zu begleiten und im Vertrauen darauf, dass Neues möglich ist.

Ein Beitrag der Evangelischen Agentur Arbeit und Wirtschaft, Landeskirche Hannovers, Laura Bekierman.
Kontakt: laura.bekierman@evlka.de

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