PERSPEKTIEFE 64: THEMA Gemeinsame Sache machen! Kirche im Gemeinwesen

Die neue Ausgabe der PERSPEKTIEFE, her­aus­ge­ge­ben vom Zentrum Gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung der Evan­ge­li­schen Kirche in Hessen und Nassau, bietet erneut span­nende Ein­bli­cke und Impulse zu aktu­el­len gesell­schaft­li­chen Themen:

Gemeinwesenorientierung – eine Frage der Haltung!

Kirche im Gemein­we­sen? Dies kann nur durch eine gemein­same Arbeit von Kirche und Diakonie im Sozi­al­raum vor Ort im Zusam­men­spiel mit Kommunen und anderen zivil­ge­sell­schaft­li­chen Partnern gelingen. Das ist dann keine Pro­jekt­ar­beit oder etwas „oben darauf“, sondern all­täg­li­che Aus­rich­tung von Diakonie und Kirche vor Ort und in der Nähe der Menschen. Dabei werden Bedarfe und die Res­sour­cen der Bewohner*innen wahr­ge­nom­men und durch Akti­vi­tä­ten die Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen der Menschen im Gemein­we­sen und der Gesell­schaft ermög­licht. Dieser Ansatz ist so alt wie die Kirche selbst. Denn die Per­spek­tive der christ­li­chen Bot­schaft, ihr „Wort von der Ver­söh­nung“, ist nicht der eigene Vor­gar­ten, sondern die Welt (vgl. 2. Kor 5,19).
Damit ist eine christ­li­che Haltung ange­spro­chen, die Menschen im besten Sinne zu ‚Exzentriker*innen‘ werden lässt, die mutig und heiter mit anderen im Gemein­we­sen für Gerech­tig­keit, (sozialen) Frieden und die Bewah­rung der Schöp­fung ein­tre­ten. So kommt Gott mitten zwischen uns! Diese Haltung hat auch schon der Theologe und Wider­stands­kämp­fer Dietrich Bon­hoef­fer in seiner ‚Ethik‘ anklin­gen lassen, wenn er scheibt: „Die Kirche kann ihren eigenen Raum auch nur dadurch ver­tei­di­gen, daß sie nicht um ihn, sondern um das Heil der Welt kämpft. Andern­falls wird die Kirche zur ‚Reli­gi­ons­ge­sell­schaft‘, die in eigener Sache kämpft und damit auf­ge­hört hat, Kirche Gottes in der Welt zu sein.“

Ich wünsche Ihnen eine inter­es­sante Lektüre,

Ihr

Chris­tian Schwindt

Klicken Sie auf den Button und die neue Ausgabe der PERSPEKTIEFE öffnet sich als PDF-Dokument.