WORTMELDUNG Dezember: Zufrieden im Job – aber wie?

Unter diesem Motto haben wir in den Herbst­fe­rien einen Bil­dungs­ur­laub auf Baltrum durch­ge­führt. Gemein­sam mit zehn Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mern sind wir der Frage nach­ge­gan­gen, was es für ein zufrie­de­nes Arbeits­le­ben braucht.

Ein Thema, das uns alle betrifft: Wir ver­brin­gen einen Großteil des Tages mit Erwerbs­ar­beit. Wenn wir dabei dau­er­haft unzu­frie­den sind, leidet nicht nur unsere Leis­tungs­fä­hig­keit, sondern auch unsere Gesund­heit – und oft auch unser Umfeld.

Wie haben wir gearbeitet?

In großer Runde und im Tandem, mal draußen mit Wind im Gesicht beim „Walk and Talk“, mal drinnen kreativ im Stuhl­kreis. Vor allem aber: ehrlich und achtsam – mit Respekt vor den beruf­li­chen Leis­tun­gen und Erfah­run­gen der anderen. Wir haben Lebens­läufe ana­ly­siert, Team­si­tua­tio­nen reflek­tiert, Moti­va­tions- und Zufrie­den­heits­fak­to­ren beleuch­tet und gemein­sam überlegt, was den eigenen Arbeits­platz ver­bes­sern könnte.

Was haben wir herausgefunden?

Alle Teil­neh­men­den nahmen neue Impulse für ihre beruf­li­che Situa­tion mit. Beson­ders deutlich wurde: Neben einem funk­tio­nie­ren­den Team sind Aner­ken­nung und Wert­schät­zung zentrale Säulen der Arbeits­zu­frie­den­heit. Doch über allem steht der Sinn, den wir in unserer Arbeit sehen. Ohne Sinn keine Zufrie­den­heit!

Der Mensch ist auf Sinn hin angelegt. Viktor Frankl, der Begrün­der der Logo­the­ra­pie, sah im „Wille zum Sinn“ die wich­tigste Antriebs­kraft des Menschen – nicht Lust (Freud) oder Macht (Adler), sondern das Bedürf­nis nach Bedeu­tung. Er for­mu­lierte:

„Der Wille zum Sinn bestimmt unser Leben. Wer Menschen motivieren will und Leistung fordert, muss Sinnmöglichkeiten bieten.“

Weihnachten und ein neues Jahr

Nun stehen Weih­nach­ten und der Jah­res­wech­sel bevor – viel­leicht ein guter Moment, um inne­zu­hal­ten und über die eigene Arbeit nach­zu­den­ken. Einige Fragen könnten Sie dabei beglei­ten:

Was habe ich schon an sinn­vol­lem Tun in die Welt ein­ge­bracht?

Welche meiner Bega­bun­gen möchte ich im Beruf stärker zur Ent­fal­tung bringen?

Was würde ich künftig gerne an sinn­stif­ten­der Tätig­keit ein­brin­gen?

Ich wünsche Ihnen besinn­li­che Weih­nach­ten, ein geseg­ne­tes neues Jahr und grüße Sie herzlich mit der Jah­res­lo­sung für 2026:

„Gott spricht, siehe ich mache alles neu“ Offenbarung 21,5.

P.S.: Viel­leicht haben Sie Inter­esse in den nächsten Herbst­fe­rien an unserem Bil­dungs­ur­laub teil­zu­neh­men. Vom 11. bis 16. Oktober 2026 fahren wir wieder nach Baltrum – und Sie sind herzlich ein­ge­la­den.

Ein Beitrag von Dr. Axel Braßler, Referent der Evan­ge­li­schen Agentur Arbeit und Wirt­schaft, LK Han­no­vers, axel.brassler@evlka.de

Die WORTMELDUNG ALS PDF.