Halbzeit-Andacht: Besinnung – Gedankenspiel – Einfälle – Assoziationen

Halbzeit! Die Mittwochsandacht.

Die Hälfte ist geschafft! Mittwoch um zwölf Uhr ist der halbe Mittwoch vorbei, die Hälfte der klas­si­schen Montag-bis-Freitag-Woche und auch die Hälfte der Woche, die nach christ­li­chem Ver­ständ­nis mit dem Sonntag beginnt, liegt hinter einem. Von manchen wird dieser Moment als „Hump-day“ oder „Bergfest“ bezeich­net.

Wer die Hälfte hinter sich hat, hat schon viel erlebt und geschafft – Schönes und Trau­ri­ges, Aben­teu­er­li­ches und Lang­wei­li­ges, Ver­wun­der­li­ches oder Begeis­tern­des. Wer die Hälfte noch vor sich hat, kann sich noch auf Vieles freuen und so Manches meistern.

Die „Halbzeit“ ist also ein guter Moment, um kurz inne­zu­hal­ten und sich eine gedank­li­che Pause zu gönnen. Mit kurzen Texten und Bildern lädt der KDA-Bayern jeden Mittwoch zu einer kurzen Mitt­woch­s­an­dacht ein. Gönnen Sie sich diese kurze Halbzeit-Pause!

Diese Woche:

Besinnung – Gedankenspiel – Einfälle – Assoziationen

Arbeit macht das Leben aus. Das Plakat hat mich zum Nach­den­ken gebracht. Es kommt aus einer „Szene“, die pro­pa­giert: Macht kaputt, was euch kaputt macht. Und es ist sicher wahr – Arbeit kann Menschen kaputt machen, krank­ma­chen, Umwelt zer­stö­ren. Arbeit kann Gesell­schaft spalten – in Menschen, die Über­stun­den machen und solche, die arbeits­los sind, in Menschen mit guten und Menschen mit schlech­ten Arbeits­be­din­gun­gen, in schlecht und gut bezahlte Arbeit­neh­mende. Viele Erwerbs­tä­tige haben Angst, an Über­las­tung zu erkran­ken: Über­stun­den, Ter­min­druck, Schicht­ar­beit, ständige Erreich­bar­keit, mobiles Arbeiten erschwert das Abschal­ten zuhause.

Biblisch gesehen gehört Arbeit untrenn­bar zum Mensch­sein. Heute bedeutet Arbeit Teilhabe an der Gesell­schaft, am Wirt­schafts­sys­tem, am Leben, am sozialen Mit­ein­an­der. Doch als Ware Arbeit wird der Mensch nicht ganz­heit­lich wahr­ge­nom­men, sondern an seinem Markt­wert, an wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen, er wird an Geld gemessen. Die wichtige Sor­ge­ar­beit wird nicht vergütet, hat keinen Geld-Wert, obwohl sie die Vor­aus­set­zung für alle Arbeit und Wert­schöp­fung im Leben ist.

Arbeit macht das Leben aus kann bedeuten: Arbeit ist ein wich­ti­ger Teil meines Lebens, gehört zu meiner Iden­ti­tät, macht mich stolz. Einfach mal die Arbeit „aus“ schalten kann im posi­ti­ven Sinne bedeuten, ich schalte mal in einen anderen Modus…

wei­ter­le­sen…

 

Ein Beitrag von Hanna Kal­ten­häu­ser, kda Bayern

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