Kirche und Arbeitswelt im Dialog: KWA beteiligt sich an Berliner Gesprächsforum

Wie begegnen sich Kirche und Arbeits­welt heute? Welche Rolle kann die Kirche in einer sich wan­deln­den Arbeits­welt spielen? Und welche Werte tragen ver­ant­wor­tungs­vol­les Handeln in Unter­neh­men? Über diese und weitere Fragen dis­ku­tier­ten am 24. März 2026 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Kirche, Wirt­schaft und Ver­bän­den im Haus der Evan­ge­li­schen Kirche Deutsch­lands am Berliner Gen­dar­men­markt.

Ein­ge­la­den hatte der FDI-Bezirk Berlin und Mit­tel­deutsch­land. Unter dem tra­di­ti­ons­rei­chen Motto der Drucker „Gott grüß die Kunst“ stand die moderne Arbeits­welt im Mit­tel­punkt der Ver­an­stal­tung. Mit Blick auf den Fran­zö­si­schen Dom ent­wi­ckelte sich ein leben­di­ger Aus­tausch über die Ver­än­de­run­gen der Arbeits­welt und die Bedeu­tung kirch­li­cher Per­spek­ti­ven in gesell­schaft­li­chen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­sen.

Zu den Gesprächs­part­nern gehörten Dr. Johannes Krug, Super­in­ten­dent des Evan­ge­li­schen Kir­chen­krei­ses Teltow-Zehlen­dorf, Dipl.-Ing. Reinhard Locke, Geschäfts­füh­rer der kmk-Kunst­stoff­tech­nik GmbH und Mitglied der Kir­chen­lei­tung der EKBO, Gudrun Nolte, Vor­stands­vor­sit­zende des Evan­ge­li­schen Ver­ban­des Kirche-Wirt­schaft-Arbeits­welt (KWA), sowie Peter Fried­rich, Geschäfts­füh­rer des Arbeits­krei­ses Evan­ge­li­scher Unter­neh­mer (aeu).

Im Mit­tel­punkt standen Fragen nach dem Ver­hält­nis von Kirche und Arbeits­welt: Wo begegnet Kirche den Menschen in ihrem Arbeits­all­tag? Wird sie als Ansprech­part­ne­rin wahr­ge­nom­men? Und welche Ver­ant­wor­tung tragen Unter­neh­men für das gesell­schaft­li­che Mit­ein­an­der?

Die Dis­kus­sion machte deutlich, dass es zahl­rei­che Berüh­rungs­punkte zwischen Kirche und Arbeits­welt gibt. Her­vor­ge­ho­ben wurden die Rolle der Kirche als Arbeit­ge­be­rin sowie konkrete Unter­stüt­zungs­an­ge­bote für Beschäf­tigte und Familien. Ein weiterer Schwer­punkt war die Bedeu­tung des arbeits­freien Sonntags als gemein­sa­mer gesell­schaft­li­cher Freiraum.

Auch die Chancen und Grenzen künst­li­cher Intel­li­genz wurden dis­ku­tiert. Einig­keit bestand darin, dass digitale Tech­no­lo­gien kirch­li­che Ver­wal­tungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zesse unter­stüt­zen können, zentrale Aufgaben wie Seel­sorge und per­sön­li­che Beglei­tung jedoch nicht ersetzen.

Darüber hinaus wurde die Bedeu­tung christ­li­cher Werte für unter­neh­me­ri­sches Handeln the­ma­ti­siert. Die Teil­neh­men­den waren sich einig, dass Ver­ant­wor­tung, Respekt und ein wert­schät­zen­der Umgang mit­ein­an­der wichtige Grund­la­gen für das Zusam­men­le­ben in einer viel­fäl­ti­gen Gesell­schaft sind. Gemein­same Erfah­run­gen im Arbeits­all­tag können dazu bei­tra­gen, Vor­ur­teile abzu­bauen und gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis zu fördern.

Die Ver­an­stal­tung wurde von den Betei­lig­ten als berei­chern­der Dialog erlebt und endete mit einem beson­de­ren Akzent: einem gemein­sa­men Segen durch Super­in­ten­dent Dr. Johannes Krug.

„Der Dialog zwischen Kirche und Arbeitswelt ist heute wichtiger denn je. Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Formate wie das Berliner Gesprächsforum schaffen Raum für Perspektivwechsel und stärken das gegenseitige Verständnis zwischen Kirche, Unternehmen und Beschäftigten“.

Gudrun Nolte, KWA-Vorstandsvorsitzende

Kontakt: Gudrun Nolte, Vor­stands­vor­sit­zende KWA, g.nolte@kwa-ekd.de