KWA fordert vor der Gesundheitsministerkonferenz solidarische Finanzierung und gute Arbeit in Gesundheit und Pflege
Hannover, 9. Juni 2026 – Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover fordert der Evangelische Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA), Gesundheit und Pflege als öffentliche Daseinsvorsorge nachhaltig und solidarisch zu sichern.
„Das Motto der Gesundheitsministerkonferenz lautet ‚sicher.versorgt.überall.‘ Dieses Versprechen muss für alle Menschen gelten – unabhängig von Wohnort, Einkommen oder Lebenssituation“, erklärt die KWA-Vorsitzende Gudrun Nolte. „Gesundheit und Pflege sind keine Ware, sondern zentrale Bestandteile einer solidarischen Gesellschaft.“
Der KWA warnt davor, die Herausforderungen im Gesundheits- und Pflegesystem vor allem durch zusätzlichen Druck auf Einrichtungen und Beschäftigte lösen zu wollen. Schon heute arbeiten viele Menschen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten unter hoher Belastung.
„Pflegepolitik darf sich nicht darin erschöpfen, Mangel zu verwalten“, so Nolte. „Sie muss die Voraussetzungen für gute Pflege und gute Arbeit schaffen. Dazu gehören ausreichend Personal, faire Arbeitsbedingungen, tarifliche Standards und eine verlässliche Finanzierung.“
Aus evangelischer Sicht steht die Würde des Menschen im Mittelpunkt. Der KWA fordert deshalb eine Gesundheitspolitik, die sich am Gemeinwohl orientiert und Versorgungssicherheit, soziale Gerechtigkeit und gute Arbeit gleichermaßen stärkt.
„Eine solidarische Gesellschaft zeigt sich daran, wie sie mit kranken, alten und pflegebedürftigen Menschen umgeht“, betont Nolte. „Gesundheit und Pflege dürfen nicht unter einen dauerhaften Sparvorbehalt gestellt werden.“
Kontakt:
Angela Haubrich
Öffentlichkeitsarbeit
Evangelischer Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA)
Telefon: 0511 473877-15
E-Mail: a.haubrich@kwa-ekd.de
Über den KWA
Der Evangelische Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) fördert den Dialog zwischen Kirche, Wirtschaft und Arbeitswelt und setzt sich für gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik ein.
