Wortmeldung Februar 2025: Wir können alles, was kommt.

Wir können alles, was kommt.

 Mutig. 

Mit geschick­ten schnel­len Hand­grif­fen formt die junge Bäcker­meis­te­rin den Brotteig. In kurzer Zeit ist das Back­blech mit Roh­lin­gen belegt. Die Arbeit fällt ihr leicht. Sie ist mit Freude bei der Sache. 

Ihre Aus­bil­dung liegt noch nicht lange zurück. Sie hatte den Mut zu einem trialen Studium. Inner­halb von vier­ein­halb Jahren hat sie die Lehrzeit als Gesellin abge­schlos­sen, sich zur Meis­te­rin qua­li­fi­ziert und den Bachelor of Arts in Hand­werks­ma­nage­ment (B.A.) erreicht. Das brauchte viel Dis­zi­plin. Nachts hat sie in der Back­stube gestan­den und tagsüber am Schreib­tisch gear­bei­tet. Jetzt ist sie die achte Gene­ra­tion im Fami­li­en­be­trieb. Irgend­wann wird sie das Unter­neh­men leiten.

 Stark. 

Die Bäckerei ist einer von etwa 87.000 Hand­werks­be­trie­ben in Nie­der­sach­sen mit ins­ge­samt über einer halben Million Beschäf­tig­ten. In 130 Hand­werks­be­ru­fen werden 40.000 junge Menschen aus­ge­bil­det, pro­zen­tual mehr als in jeder anderen Branche. Das Handwerk ist die Wirt­schafts­macht von nebenan, die sich auch in Kri­sen­zei­ten als wider­stand­fä­hig und robust erweist. Und das trotz wach­sen­der Her­aus­for­de­run­gen. 

Dem Handwerk fehlen Fach­kräfte, viele Aus­bil­dungs­plätze konnten im ver­gan­ge­nen Jahr nicht besetzt werden. Es leidet unter hohen Ener­gie­kos­ten und stetig zuneh­men­der Büro­kra­tie. Die Anhebung der Abgaben für Sozi­al­leis­tun­gen belastet das Handwerk über­pro­por­tio­nal, weil es per­so­nal­in­ten­si­ver ist als andere Gewerbe.

 Beherzt. 

Trotz aller Her­aus­for­de­run­gen blicken Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker hoff­nungs­froh in die Zukunft. Mit dem Satz „Wir können alles, was kommt“ ist die Image­kam­pa­gne des Hand­werks in das Jahr 2025 gestar­tet. Die Worte zeugen von Selbst­be­wusst­sein. Im Gespräch mit Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­kern nehme ich wahr, dass sie Ausdruck großer Zuver­sicht sind. 

Die Menschen im Handwerk sind es gewohnt, mit Pro­ble­men kon­fron­tiert zu werden, für die sie Lösungen finden und anbieten müssen. Dabei ver­trauen sie auf ihr hand­werk­li­ches Geschick, den reichen Erfah­rungs­schatz und das daraus resul­tie­rende Wissen. Sie fühlen sich ihrer Tra­di­tion ver­bun­den und sind gleich­zei­tig uner­schro­cken, wenn es darum geht, neue Tech­no­lo­gien, Digi­ta­li­sie­rung und KI für ihre Betriebe nutzbar zu machen. Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker bauen mit an Gottes Welt, modern, inno­va­tiv, zupa­ckend. 

Handwerk auf dem Kir­chen­tag 

„Wir können alles, was kommt.“ Das ist auch das Motto des Hand­werks­got­tes­diens­tes auf dem Kir­chen­tag in Hannover. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sind ein­ge­la­den zusammen mit Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­kern aller Gewerke, Aus­zu­bil­den­den, Mit­ar­bei­ten­den der Hand­werks­or­ga­ni­sa­tio­nen und allen, die sich dem Handwerk ver­bun­den fühlen, dabei zu sein. Herzlich Will­kom­men am 03. Mai 2025 um 11 Uhr in der Basilika St. Clemens! 

 Hille de Maeyer, Refe­ren­tin Service Agentur Arbeit und Wirt­schaft, Evan­ge­lisch-luthe­ri­schen Lan­des­kir­che Han­no­vers,  Hille.deMaeyer@evlka.de

 Die Wort­mel­dung als Wort­mel­dung Febr 2025 Rz Web