PREKÄRE ARBEIT

Filmtipps für Gemeinde-Veranstaltungen

Eine Idee für die Gemeinde- oder Konfirmandenarbeit zum Thema prekäre Arbeit:

 

Filmtipp 1:

Der Spielfilm: Sorry, we missed you.

Regie: Ken Loach
Premiere 2019
Spielfilmlänge: 101 Minuten

Der Spielfilm schildert mehr als anschaulich und durchaus realistisch die Ausbeutung und den Leistungsdruck in der Paketbranche am Beispiel eines Familienvaters. Auch die Unbarmherzigkeit der privaten Pflegebranche wird beleuchtet. Dort ist die Mutter der Familie tätig. Arbeitsbedingungen und Zeit- wie Geldnot lassen die Familie immer weiter in eine Abstiegsspirale bis zur Katastrophe geraten.

Die Jury des Evangelischen Filmdienstes beschrieb und beurteilte den Film 2020 wie folgt:
→ https://www.filmdesmonats.de/sites/default/files/pdf/fdm_februar_20.pdf

Auf der Seite der Medienzentralen wird er für Bildungsarbeit für Personen ab 14 Jahren empfohlen (FSK: 12 Jahre).

Er ist über die evangelischen oder katholischen Medienzentralen leicht zugänglich und ausleihbar, z. T. sogar als Online-Ausleihe oder als DVD.
→ https://medienzentralen.de/medienzentralen

Ein Tipp für die Gemeinde- oder KonfirmandInnenarbeit:

Es ist zwar ein Spielfilm, aber keine (leichte) Unterhaltung.

Eine begleitende bzw. im Nachgang erfolgende Diskussionsrunde bietet sich an, vielleicht sogar mit einem Gesprächspartner / einer Gesprächspartnerin der für die Kurier-, Express- und Paketdienste (die sogenannte KEP-Branche) zuständigen Gewerkschaft ver.di oder aus den landeskirchlichen Fachdiensten für Wirtschaft und Arbeit (s. auch „Kontakte und Redaktion“).

Achtung: Der Film ist mit 101 Minuten recht lang. Eine Möglichkeit, das Thema zu behandeln: auf Ausschnitte aus dem Film zurückzugreifen; eine andere: Film und Diskussion auf zwei Termine verteilen.

Sprechen Sie uns gerne an.

 

Filmtipp 2:

THE PICKERS

80 min, Dokumentarfilm
Regie Elke Sasse
Griechenland, Italien, Spanien, Nepal, Portugal 2025

Blaubeeren in Portugal, Oliven in Griechenland, Erdbeeren in Spanien –  eine Million Migrant:innen arbeiten derzeit auf europäischen Feldern, viele von ihnen ohne Vertrag oder Mindestlohn, einige ohne Aufenthaltspapiere oder mit hohen Schulden bei Vermittlern.

THE PICKERS ist eine Reise zu den Menschen, die auf Europas Feldern unser Obst und Gemüse ernten: In Süditalien pflückt Seydou aus Mali Orangen. Er hat keinen Vertrag und wird pro Kiste bezahlt. Er lebt in einer selbstgebauten Hütte, in einer Siedlung ohne Wasser und Strom.

Blaubeeren in Portugal, Oliven in Griechenland, Erdbeeren in Spanien – eine Million Migranten arbeiten derzeit auf europäischen Feldern. Die Pflücker sind die mobile Einsatztruppe, die die Regale unserer Supermärkte füllen, die meisten von ihnen ohne Verträge oder Mindestlöhne, einige illegal oder mit hohen Schulden bei Vermittlern. ( Auszug von der Internetseite „The Pickers.de).

Auf der Seite https://www.thepickers.de/how-to-screen/  finden sich die Kontaktdaten für ein Screening des Films vor Ort ( gegen Gebühr).  Es gibt außerdem zusätzliches Material und die Kontaktdaten zu Expertinnen, die zu diesem Film eingeladen werden können.