PREKÄRE ARBEIT

Buchtipps zur Prekären Arbeit

Ausgeliefert

Wie Lieferdienste ihre Fahrer ausbeuten, warum uns das alle ärmer macht – und was wir dagegen tun können

von Orry Mit­ten­mayer
Pro­dukt­preis: zuzüg­lich Ver­sand­kos­ten

 

Inhaltsbeschreibung:

Das Essen aus dem Lieb­lings­re­stau­rant schnell nach Hause, ins Büro oder auf eine Party bestel­len? Für viele Menschen ist das mitt­ler­weile selbst­ver­ständ­lich geworden. Und gewohnt erscheint inzwi­schen auch der Anblick der Fahrer, die die Bestel­lun­gen in den Städten mit ihren Fahr­rä­dern aus­lie­fern. Diese soge­nann­ten Rider arbeiten für einige wenige, teils global ope­rie­rende Lie­fer­dienste.

Ursprüng­lich aus der Startup-Kultur kommend, geben sich diese Firmen ein jugend­li­ches und unkon­ven­tio­nel­les Image, auch in der Anwer­bung ihrer Lie­fer­fah­rer. Ersetzt der Job auf dem Fahrrad nicht das Fit­ness­stu­dio? Sind flexible Arbeits­zei­ten und leis­tungs­ab­hän­gige Bezah­lung nicht zeit­ge­mäß? Orry Mit­ten­mayer hat als Rider gear­bei­tet und liefert Ein­bli­cke hinter die Kulissen der Branche. Er zeigt, unter welchem Druck die Fahrer und Fah­re­rin­nen stehen, wie es um ihre Sicher­heit und Aus­rüs­tung bestellt ist und welche Kon­trolle die Firmen über sie ausüben. Er macht sich für die Rechte von Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mern in einer Branche stark, in der Mit­be­stim­mung schwer zu orga­ni­sie­ren ist. Dabei steht die Arbeits­rea­li­tät der Lie­fer­dienste auch stell­ver­tre­tend für die soge­nannte Gig Economy, in der große Platt­for­men als bloße Ver­mitt­ler frei­be­ruf­li­cher Dienst­leis­tun­gen auf­tre­ten – und dabei ver­su­chen, Risiken und Unkosten zu einem großen Teil auf die Auf­trag­neh­me­rin­nen und Auf­trag­neh­mer abzu­wäl­zen.

 

 

„Ganz unten im System“

… so hat der Jour­na­list Sascha Lübbe sein Buch über Arbeitsmigrant*innen genannt. Es handelt von den­je­ni­gen, die auf dem Bau, auf Schlacht­hö­fen, im Trans­port­we­sen oder als Rei­ni­gungs­kräfte hier in Deutsch­land in einer Par­al­lel­welt der Arbeit tätig sind. Denen zum Beispiel Löhne und Kran­ken­ver­si­che­rung vor­ent­hal­ten, die betrogen und ein­ge­schüch­tert werden und anderes mehr. Das Ergebnis seiner Recher­chen und Inter­views: An zahl­rei­chen Orten und in zahl­rei­chen Branchen gibt es sys­te­ma­ti­sche Aus­beu­tung. Wie diese funk­tio­niert, darum geht es in seinem Buch.

Erschie­nen ist es im Mai 2024 und wurde im selben Jahr nomi­niert für den NDR-Sach­buch­preis. Wir sagen zu Recht, denn die oftmals unsicht­bare Par­al­lel­welt der Arbeit für migran­ti­sche (Werkvertrags-)Beschäftigte in diversen Branchen bedarf der Öffent­lich­keit, damit sich etwas ändert.

 

Sascha Lübbe: Ganz unten im System.
Wie uns Arbeitsmigrant*innen den Wohl­stand sichern
ISBN 978–3‑7776–34081, Hirzel-Verlag € 22,-

Mehr über den Autor:  saschaluebbe.com

Update: Seit dem 14.07. 2025 ist das Buch „Ganz unten im System“ auch über die Bun­des­zen­trale für poli­ti­sche Bildung (www.BpB.de) erhält­lich.

Der Preis: € 5,- ( zuzüg­lich Ver­sand­kos­ten). Wir freuen uns, denn die Bun­des­zen­trale für poli­ti­sche Bildung verlegt Bücher zwar zu einer Vielzahl ver­schie­de­ner Themen, immer aber bedeutet es: Sie sind von hoher gesell­schafts­po­li­ti­scher Bedeu­tung.

So fällt es hof­fent­lich noch leichter, dies Buch für die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­men­feld „prekäre Arbeit“ in Deutsch­land zu nutzen:

Hier der direkte Link zur Bestel­lung.

https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/563537/ganz-unten-im-system/

»Buch­tipps Zur Prekären Arbeit – PDF