Tag der Pflege 2021: Solidarität mit den Pflegekräften

Der Kirch­li­che Dienst in der Arbeits­welt der Nord­kir­che (KDA) ruft heute in Hamburg und Kiel zu Kund­ge­bun­gen auf

Am 12. Mai feiern all­jähr­lich die berufs­stän­di­schen Pflege-Orga­ni­sa­tio­nen den „Inter­na­tio­na­len Tag der Pflege“. „Für den Kirch­li­chen Dienst in der Arbeits­welt der Nord­kir­che ist Pflege und Sor­ge­ar­beit eine ureigene christ­li­che Aufgabe“, sagt KDA-Leiterin Gudrun Nolte“, daher enga­gie­ren wir uns  im Ham­bur­ger Bündnis für mehr Personal im Kran­ken­haus und im Kieler Pfle­ge­bünd­nis“, so Nolte weiter. Beide Bünd­nisse haben den 12. Mai schon vor Jahren in den „Tag des Pfle­ge­not­stands“ umbe­nannt. Statt zu feiern pro­tes­tie­ren sie gemein­sam mit Pfle­ge­kräf­ten, Gewerk­schaf­ten und weiteren Initia­ti­ven für eine men­schen­ge­rechte Pflege und eine ange­mes­sene Per­so­nal­be­mes­sung in den Kran­ken­häu­sern.

Kund­ge­bun­gen und Online-Ver­an­stal­tung am 12. Mai mit Betei­li­gung des KDA
– Hamburg: 17 Uhr, Rat­haus­markt
– Kiel: 16 Uhr, Asmus-Bremer-Platz
– Online-Ver­an­stal­tung „Mehr von uns ist besser für alle“: 18 Uhr, kos­ten­frei, mehr
Infor­ma­tio­nen unter: www.kda-nordkirche.de/veranstaltungen/225

In den letzten 30 Jahren wurde ein großer Teil der Kran­ken­häu­ser pri­va­ti­siert. Die öko­no­mi­schen Ver­än­de­run­gen während dieser Zeit haben dazu geführt, dass massiv Stellen, vor allem in der Pflege abgebaut wurden. Als Folge ver­dich­tet sich seit Jahren die Pfle­ge­tä­tig­keit. „Die erschöpf­ten Pfle­ge­kräfte brauchen unsere Unter­stüt­zung“, sagt Nolte und ergänzt: „Diese Situa­tion geht uns alle an. Sollten wir noch weitere Kräfte ver­lie­ren, ist die gesund­heit­li­che Ver­sor­gung, so wie wir sie ursprüng­lich kennen, nicht mehr sicher­ge­stellt.“

Durch die Corona-Pandemie haben sich die Arbeits­be­din­gun­gen der Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ten in Hamburg und Schles­wig-Holstein weiter ver­schärft. Bun­des­weit kehrten 9000 Pfle­ge­kräfte 2020 ihrem Beruf den Rücken. Zudem erschwe­ren einige Arbeit­ge­ber die Arbeit der Betriebs­rats­mit­glie­der oder üben extremen Druck auf sie aus. „Gerade in der gegen­wär­ti­gen Lage brauchen die Beschäf­tig­ten hand­lungs­fä­hige Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen drin­gen­der denn je. Die Kran­ken­haus­eig­ner gehen jedoch mehr und mehr dazu über, diese anzu­grei­fen und ein­zu­schüch­tern. Die in Hamburg und Schles­wig-Holstein bekannt gewor­de­nen Kün­di­gungs­ver­su­che waren zum Glück erfolg­los. Aber sie sind auch nur die Spitze des Eisbergs“, sagt Gudrun Nolte.

Rückfragen/Kontakt:
Gudrun Nolte, Leiterin Kirch­li­cher Dienst in der Arbeits­welt, gudrun.nolte@kda.nordkirche.de
Tel. 0173 2409064

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