Autor: Ralf Reuter, Pastor für Füh­rungs­kräfte in der Wirt­schaft, Spi­ri­tual Con­sul­ting

In einer christ­lich ver­stan­de­nen Arbeits­welt ist der Got­tes­be­zug stets das Kor­rek­tiv für mensch­li­che Maß­lo­sig­keit gewesen. Kann Gott auch in einer digi­ta­li­sier­ten Welt vor­kom­men? Intel­li­gente Systeme bestim­men schon heute weit­ge­hend unser All­tags­le­ben. Fabriken arbeiten zuneh­mend voll­au­to­ma­ti­siert. Roboter als Ser­vice­kräfte für Hotel und Pflege sind kurz vor der Markt­reife. Zugänge zum Internet werden von Algo­rith­men gesteu­ert. Wie jede Erneue­rung ist dies alles Segen und Fluch zugleich.

In unserer Tra­di­tion kennen wir seit 3000 Jahren die Geschichte vom Sün­den­fall. Dort sagt die Schlange zu Adam und Eva: Ihr werdet sein wie Gott und wis- sen, was gut und böse ist. Der mensch­li­che Impuls, über sich hin­aus­zu­ge­hen, ja sein zu wollen wie Gott, wird immer ein Motiv von Erneue­rung bleiben. Doch zugleich warnt die Bibel, sein zu wollen wie Gott. Dies führt oft in die Unge­rech­tig­keit und Aus­beu­tung. Gibt es einen Gott 4.0 als Maß und Mitte?

Gott neu denken lassen

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