Anläss­lich des Sozi­al­gip­fels und der Pro­kla­ma­tion der Euro­päi­schen Säule Sozialer Rechte macht der KDA Euro­pa­aus­schuss inner­halb des KWA auf einen Offenen Brief auf­merk­sam, in dem Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von Kirchen, Gewerk­schaf­ten, Diakonie, Caritas und der Europa-Union aus acht euro­päi­schen Ländern ihre Erwar­tun­gen an ein soziales Europa for­mu­liert haben.

Die Euro­päi­sche Säule Sozialer Rechte hat zum Ziel, für bessere Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen in Europa zu sorgen und die soziale Dimen­sion zu stärken. Daher wurden in der ESSR soziale Prin­zi­pien in den drei Hand­lungs­fel­dern Chan­cen­gleich­heit und Arbeits­markt­zu­gang, Faire Arbeits­be­din­gun­gen sowie Sozi­al­schutz und soziale Inklu­sion zusam­men­ge­fasst.

In ihrem Offenen Brief fordern die Teil­neh­men­den des euro­päi­schen Netz­werktref­fens aus Kirchen, Gewerk­schaf­ten und Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, ins­be­son­dere die Ein­hal­tung der euro­päi­schen Sozi­al­rechte stärker zu kon­trol­lie­ren und rechts­ver­bind­li­che euro­päi­sche Min­dest­stan­dards ein­zu­füh­ren. Daneben wird die Tatsache, dass der Beitrag der Zivil­ge­sell­schaft zum sozialen Zusam­men­le­ben in Europa in der ESSR nicht berück­sich­tigt wurde, in dem Offenen Brief kri­ti­siert. Der Offene Brief enthält für einige der 20 Themen auch konkrete Vor­schläge und Erwar­tun­gen an die Umset­zung der ESSR. Der Euro­pa­aus­schuss stimmt den For­de­run­gen des Offenen Briefes zu und macht daher sehr gerne auf den Offenen Brief auf­merk­sam.