Bericht vom Aus­bil­dungs­got­tes­dienst in Hamburg

Am 22. August 2019 lud der KDA in der Nord­kir­che mit seinen Koope­ra­ti­ons­part­nern (Han­dels­kam­mer Hamburg, Hand­werks­kam­mer Hamburg, Haupt­kir­che St. Michae­lis und Ham­bur­ger Institut für Beruf­li­che Bildung) zum dies­jäh­ri­gen Aus­bil­dungs­got­tes­dienst. Mehr als 400 Gäste – davon 300 Aus­zu­bil­dende – folgten der Ein­la­dung in die Kirche St. Michae­lis und zum anschlie­ßen­den Get-Together.

„Eine Aus­bil­dung sei wie eine Ehe: in guten wie in schlech­ten Zeiten. Gib nicht gleicht auf!“, mit diesen klugen Worten sprach Julia Rett­kow­ski, eine der sieben Azubis aus dem Vor­be­rei­tungs­team des Got­tes­diens­tes, den frisch geba­cke­nen Azubis Mut zu. Es waren die Schlag­worte „Mut“ und „Ausdauer“, die sich wie ein roter Faden durch ihre Wünsche und Für­bit­ten zogen.

Auch die Anspra­che von Bischö­fin Kirsten Fehrs (Sprengel Hamburg und Lübeck) griff das Thema auf. Mit Beginn ihrer Aus­bil­dung seien die jungen Menschen nun „in See gesto­chen“, und wie in der Seefahrt könne es auch in der Aus­bil­dung manchmal Momente geben, in denen nicht alles rund läuft, nämlich „Flauten“ und „Sturm“. Gerade dann sei es wichtig, nicht einfach auf­zu­ge­ben, sondern sich den Umstän­den zu stellen. Die Bischö­fin freue sich, den Jugend­li­chen einen indi­vi­du­el­len Segen zuspre­chen zu dürfen. Denn Segen bedeute Kraft und Ermu­ti­gung, oder auf gut ham­bur­gisch, sich „nicht bange machen lassen.“ Gemein­sam mit einer Pastorin und zwei Diakonen segnete sie 300 Azubis.

Schul­se­na­tor Ties Rabe (Behörde für Schule und Berufs­bil­dung, Hamburg) hob zuvor in seinem Grußwort den Wert der Arbeit hervor und gra­tu­lierte den Aus­zu­bil­den­den zu ihrer Ent­schei­dung für einen Lehr­be­ruf. Dies sei auch ein rich­ti­ger Schritt für ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung, betonte der Schul­se­na­tor.

Beson­ders beein­dru­ckend: Für zwei gehör­lose Gäste (Aus­zu­bil­dende mit Kind) im Got­tes­dienst wurden die Wort­bei­träge und Lieder in Gebär­den­spra­che gedol­metscht. Und Kir­chen­mu­sik­di­rek­tor Manuel Gera lud die Gäste spontan ein, nicht nur ihre Stimme zu erheben, sondern auch ihre Hände. Es war ein beein­dru­cken­des Bild, so viele Menschen – mit sicht­li­chem Spaß – gemein­sam mit den Händen „singen“ zu sehen.

Kir­chen­mu­sik­di­rek­tor Herr Gera beim Singen mit der Gemeinde / Fotos: Thomas Peters Foto­gra­fie

Die Jugend­band St. Michae­lis unter der Leitung von David Baaß erhielt nach jedem ihrer aus­ge­wähl­ten Songs – u.a. von Queen und Des’ree – eupho­ri­schen Applaus. Kein Zweifel: Das waren Songs, die die jungen Menschen berühr­ten und ihr Lebens­ge­fühl beim Berufs­ein­stieg wider­spie­gel­ten.

Einen gelun­ge­nen Abschluss dieses beson­de­ren Got­tes­diens­tes bildete das schon tra­di­tio­nelle Get-Together in der stim­mungs­vol­len Krypta, dem unter­ir­di­schen Gewölbes des Michels: Bei alko­hol­freien Cock­tails, Sekt & Fin­ger­food wurde buch­stäb­lich genetzt­werkt, sich aus­ge­tauscht und vor allem auf den großen Moment „Aus­bil­dung 2019 in Hamburg“ ange­sto­ßen.

Mehr Impres­sio­nen vom Got­tes­dienst in Hamburg und dem Get together finden Sie in der Bil­der­ga­le­rie auf der Seite der Han­dels­kam­mer.

Unnötig zu sagen: Die Orga­ni­sa­to­ren des Got­tes­diens­tes freuen sich schon jetzt auf den Azubi-Got­tes­dienst 2020.

 

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