aus dem KDA Baden:

„Gemeinsam die Zukunft des Lebens gestalten“
Von Heidelberg nach Mannheim: Pfarrer Maximilian Heßlein ist neuer Wirtschafts- und Sozialpfarrer beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt.
 
Maximilian Heßlein hat in der letzten Woche seinen Dienst als neuer Wirtschafts- und Sozialpfarrer beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) angetreten.
 
Hier stellt er sich selbst kurz vor:
Nach meinem Abitur am Mannheimer Karl-Friedrich-Gymnasium und dem anschließenden Zivildienst beim Mobilen Sozialen Hilfsdienst der Evangelischen Sozialstation Mannheim-Mitte (seither auch Mitglied bei ver.di) habe ich Evangelische Theologie in Heidelberg studiert. Während des Studiums habe ich mich intensiv mit dem Sonntagsschutz befasst und dabei auch die Dimension gesellschaftlich übergreifender Zusammenarbeit neu begriffen. Nach weiteren Ausbildungs- und Arbeitsschritten innerhalb der Badischen Landeskirche war ich seit dem September 2004 zunächst in der Christusgemeinde Heidelberg tätig, bis diese im vergangenen Jahr mit zwei weiteren Gemeinden zu einer großen evangelischen Gemeinde zusammengeschlossen wurde. In diesem umgreifenden Veränderungsprozess habe ich gelernt, wie viel Unsicherheit darin liegt, aber auch wie viel kreatives Potential in solchen vorhanden ist. Mit meinen drei Söhnen und meiner Frau gehe ich in meiner Freizeit regelmäßig ins Carl-Benz-Stadion zum SV Waldhof, bei dem ich seit 2011 auch Mitglied bin.
 
Du stellst meine Füße auf weiten Raum. Ps 31,9
 
Über die neue Aufgabe beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt freue ich mich sehr, weil mich die Zukunftsfragen der Gesellschaft seit geraumer Zeit sehr beschäftigen. In meinem bisherigen Arbeitsbereich als Gemeindepfarrer habe ich gerade im Zusammenschluss unserer Gemeinden große gesellschaftliche Veränderungen wahrgenommen. Die räumliche und zeitliche Entgrenzung der Arbeit, die Notwendigkeit bezahlbaren Wohnraums, die voranschreitende Digitalisierung, die Globalisierung und ihre derzeit zutage tretenden Grenzen stehen ebenso auf der Tagesordnung wie die Fragen nach gerechter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben über die materielle Grundversorgung hinaus. Die drängenden ökologischen Gesichtspunkte unserer Zeit sollten wir ebenso wenig aus den Augen verlieren wie den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Sorge um die Einzelnen. Die Kirche ist auch immer tröstende und seelsorgende Gemeinschaft in der Gesellschaft unserer Zeit. Sie hat die Aufgabe, den weiten Raum des Lebens, in den wir gestellt sind, orientierend und sorgend auszuleuchten und mitzugestalten. Gerade in dieser Zeit, in der uns die Corona-Pandemie vor neue Herausforderungen und Fragen stellt und weiter stellen wird, gilt besonders, dass wir bei allen Unterschieden und allen Konflikten dazu aufgerufen sind, gemeinsam die Zukunft des Lebens zu gestalten und eine gerechte, solidarische, wertschätzende und friedliche Welt zu errichten.
 
Ich freue mich sehr darauf, Sie kennenzulernen und mit Ihnen über diese Fragen ins Gespräch zu kommen.
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Haus der Evang. Kirche
M1, 1a
68161 Mannheim
Tel. 0621-28000-170
Angela Haubrich