Stel­lung­nahme der kirch­lich-gewerk­schaft­li­chen Allianz für den freien Sonntag zu den Angrif­fen auf den freien Sonntag in der Corona-Krise

Die Wirt­schafts­mi­nis­ter von Nord­rhein-West­fa­len und Nie­der­sach­sen nehmen die Corona-Krise zum Anlass, in ihren Ländern Sonn­tags­shop­ping ohne Auflagen zu ermög­li­chen. Auch Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Altmaier hat ange­kün­digt, in der Som­mer­pause einen ent­spre­chen­den Vor­schlag zur „Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung“ der Sonn­tags­öff­nun­gen vor­zu­le­gen. Dabei ist der Anlass­be­zug* ver­kaufs­of­fe­ner Sonntage seit langem ein Dorn im Auge derer, die den Sonntag zum Einkaufs-und Arbeits­tag machen möchten.

Die kirch­lich-gewerk­schaft­li­che Allianz für den freien Sonntag hält diese Vorstöße für ver­fas­sungs­wid­rig, wirt­schaft­lich sinnlos und gesell­schaft­lich bedenk­lich. Beim Anlass­be­zug geht es um den Kern des vom Grund­ge­setz gefor­der­ten Sonn- und Fei­er­tags­schut­zes. Nur ein beson­de­res öffent­li­ches, kein wirt­schaft­li­ches Inter­esse kann Sonn­tags­ar­beit begrün­den. Wer von diesem Prinzip abrückt, stellt den Sonn­tags­schutz in Deutsch­land grund­sätz­lich in Frage. Das kann sich auch auf andere Branchen aus­wir­ken.

Wei­ter­le­sen

Kontakte:
KAB: Bun­des­prä­ses Stefan Eirich, E‑Mail: Stefan.Eirich@kab.de, Tel. 0221–7722 138
KWA: Pf. Dr. Ralf Stroh, E‑Mail: r.stroh@zgv.info, Tel. 06131–28744 56
ver.di: Orhan Akman, E‑Mail: orhan.akman@verdi.de, Tel. 0160–743 02 80