Die Hälfte ist geschafft! Mittwoch um zwölf Uhr ist der halbe Mittwoch vorbei, die Hälfte der klas­si­schen Montag-bis-Freitag-Woche und auch die Hälfte der Woche, die nach christ­li­chem Ver­ständ­nis mit dem Sonntag beginnt, liegt hinter einem. Von manchen wird dieser Moment als „Hump-day“ oder „Bergfest“ bezeich­net.

Wer die Hälfte hinter sich hat, hat schon viel erlebt und geschafft – Schönes und Trau­ri­ges, Aben­teu­er­li­ches und Lang­wei­li­ges, Ver­wun­der­li­ches oder Begeis­tern­des. Wer die Hälfte noch vor sich hat, kann sich noch auf Vieles freuen und so Manches meistern.

Die „Halbzeit“ ist also ein guter Moment, um kurz inne­zu­hal­ten und sich eine gedank­li­che Pause zu gönnen. Mit kurzen Texten und Bildern laden wir Sie jeden Mittwoch zu einer kurzen Mitt­woch­s­an­dacht ein. Gönnen Sie sich diese kurze Halbzeit-Pause!

Jeden Don­ners­tag ver­sen­den wir die Halbzeit-Andacht des KDA aus Bayern in unserem News­let­ter, um auch am Don­ners­tag noch mal inne zu halten.

Wer kennt mich und weshalb?

https://kda-bayern.de/mensch-und-arbeit/halbzeit/Daten sind schein­bar gut für das Geschäft. Jeden­falls zahlt es sich für Unter­neh­men, die viele Kun­den­da­ten besitzen, auch finan­zi­ell gut aus. Aber auch Daten von Mit­ar­bei­ten­den vom Gesund­heits­pro­fil bis hin zu Gemüts­re­gun­gen können für ein Unter­neh­men sehr inter­es­sant sein. Schon bei der Stel­len­be­set­zung werden Daten manchmal mit ein­be­zo­gen, die nicht im Bewer­bungs­schrei­ben, aber an anderen öffent­li­chen Orten im großen Netzwerk hin­ter­legt sind.
Will ich, dass meine Chefin, mein Kollege, meine Händler mich besser kennen, als ich mich viel­leicht selbst?
Ich denke, es geht nicht darum, was man von mir weiß, sondern wer diese Daten hat, welche Inten­tion damit ver­bun­den ist und was mit meinen Daten passiert. Im Berufs­all­tag und Pri­vat­le­ben braucht es dazu klare Grenzen.

Du kennst mich und weißt ob ich sitze oder stehe. Du ver­stehst meine Gedanken sogar aus der Ent­fer­nung. Du siehst meine Wege, ob ich gehe oder liege und bist um mich herum. Du kennst meine Worte und Wünsche schon bevor ich sie aus­spre­che.

Man könnte vermuten, dass diese Worte in Zusam­men­hang mit großen Internet- und Soft­ware­kon­zer­nen stehen, aber nein, diese Zeilen stammen (etwas sprach­lich geändert) aus dem bibli­schen Psalm 139 der vor über 2000 Jahren geschrie­ben wurde und beziehen sich auf Gott. Das macht für mich einen gewal­ti­gen Unter­schied, denn gekannt werde möchte ich schon. Aber …

  • Ich möchte gekannt werden, nicht aufgrund von dem, was ich kon­su­miere oder poste, sondern, weil ich ich bin und es mich gibt.
  • Ich möchte gemocht werden, nicht, weil ich andere like, sondern einfach so, ohne eine Gegen­leis­tung erbrin­gen zu müssen.
  • Ich möchte beglei­tet werden, nicht, um ein Bewe­gungs­pro­fil zu hin­ter­las­sen, sondern um jemanden an meiner Seite zu wissen, der es gut mit mir meint und mich nicht alleine lässt.
  • Ich möchte Anteil an der Ewigkeit haben, nicht, weil meine Daten auf einem Spei­cher­me­dium liegen, sondern weil ich ein­zig­ar­tig und wertvoll bin.

Wenn ich den Psalm 139 lese, dann weiß ich: Ja, es ist gut, dass ich gekannt werde, dass Gott mich kennt.
Schlagen Sie ihn doch einmal in der Bibel nach.

Weitere Halbzeit-Andach­ten finden Sie direkt beim Kirch­li­chen Dienst in der Arbeits­welt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern https://kda-bayern.de/mensch-und-arbeit/halbzeit/

 

Roland Hacker

Diakon | Fach­stelle Kirche und Handwerk
Kirch­li­cher Dienst in der Arbeits­welt
der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

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