Die Hälfte ist geschafft! Mittwoch um zwölf Uhr ist der halbe Mittwoch vorbei, die Hälfte der klas­si­schen Montag-bis-Freitag-Woche und auch die Hälfte der Woche, die nach christ­li­chem Ver­ständ­nis mit dem Sonntag beginnt, liegt hinter einem. Von manchen wird dieser Moment als „Hump-day“ oder „Bergfest“ bezeich­net.

Wer die Hälfte hinter sich hat, hat schon viel erlebt und geschafft – Schönes und Trau­ri­ges, Aben­teu­er­li­ches und Lang­wei­li­ges, Ver­wun­der­li­ches oder Begeis­tern­des. Wer die Hälfte noch vor sich hat, kann sich noch auf Vieles freuen und so Manches meistern.

Die „Halbzeit“ ist also ein guter Moment, um kurz inne­zu­hal­ten und sich eine gedank­li­che Pause zu gönnen. Mit kurzen Texten und Bildern laden wir Sie jeden Mittwoch zu einer kurzen Mitt­woch­s­an­dacht ein. Gönnen Sie sich diese kurze Halbzeit-Pause!

Jeden Don­ners­tag ver­sen­den wir die Halbzeit-Andacht des KDA aus Bayern in unserem News­let­ter, um auch am Don­ners­tag noch mal inne zu halten.

Licht­mess

Am heutigen Mittwoch, immer am 02. Februar feiert die Kirche Licht­mess. An Maria Licht­mess endete früher, in der noch bäu­er­li­chen Gesell­schaft, das Arbeits­jahr. Mit dem Tag ver­ban­den sich Zah­lungs­fris­ten, Arbeits­ver­hält­nisse und der Beginn des Bau­ern­jah­res. Viele Bau­ern­re­geln und volks­tüm­li­che Bräuche beziehen sich darauf: „Wenn´s zu Licht­mess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.“ Ab Februar konnte wieder mit der Feld­ar­beit begonnen werden. Aber vorher bekamen die Knechte und Mägde den Rest des Arbeits­loh­nes aus­ge­zahlt, sie konnten den Arbeits­ver­trag per Hand­schlag um ein Jahr ver­län­gern, oder mussten sich eine neue Anstel­lung suchen.
Die Tage nach dem 2. Februar waren frei, man brauchte sie für Besuche bei der Familie, aber auch zum Umzug oder zur Arbeits­su­che. Beleg­schaf­ten wurden durch­ein­an­der­ge­wür­felt und auch viele Paare getrennt. Da unfreie Dienst­bo­ten nicht heiraten durften, endete manche Liebe abrupt mit dem Licht­mess­tag. Dafür hatte man Geld, kaufte den Jah­res­be­darf an Kerzen, der in der Messe gesegnet wurde, Klein­tier­märkte mit Geflügel und Hasen fanden statt, wer keine neuen Schuhe als Lohn erhalten hatte, kaufte welche … Deshalb war es lukrativ für die Händler, an Licht­mess Märkte um die Kirchen abzu­hal­ten.

 wei­ter­le­sen…

Diet­linde Peter, kda Nürnberg

Weitere Halbzeit-Andach­ten finden Sie direkt beim Kirch­li­chen Dienst in der Arbeits­welt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern https://kda-bayern.de/mensch-und-arbeit/halbzeit/