Enga­ge­ment bleibt auch nach dem Jubiläum wichtig – 1700+1 Jahre arbeits­freier Sonntag

Die ver­gan­ge­nen Monate und Jahre haben vor Augen geführt, wie wertvoll mensch­li­ches Mit­ein­an­der für unser per­sön­li­ches und gesell­schaft­li­ches Wohl­be­fin­den ist.

Abstands­re­geln und Kon­takt­be­schrän­kun­gen haben den ganz unmit­tel­ba­ren gesel­li­gen Aus­tausch und das unge­plante Zusam­men­tref­fen schmerz­voll erschwert. Über viele Monate haben wir hautnah erleben müssen, wie sehr sogar die engsten Freun­des­kreise und fami­liä­ren Bande darunter leiden, wenn ein simples Zusam­men­tref­fen erst mühevoll ver­ab­re­det und geplant werden muss.

Nicht nur beruf­lich, sondern auch privat war es ein Glück, dass inzwi­schen tech­ni­sche Hilfs­mit­tel zur Ver­fü­gung stehen, um zumin­dest digital mit­ein­an­der in Kontakt zu bleiben. Zugleich konnte aber auch erlebt werden, dass diese tech­ni­schen Hilfs­mit­tel mensch­li­che Nähe und Präsenz nicht ersetzen können.

Diese belas­tende Zeit zeigte über­deut­lich: Gerade Jugend­li­che und soge­nannte „Digital Natives“ sind auf per­sön­li­che Nähe ange­wie­sen und die Selbst­ver­ständ­lich­keit, mit der sie sich mit­ein­an­der digital aus­tau­schen, macht die kör­per­li­che Nähe nicht über­flüs­sig. Ganz im Gegen­teil liegt der beson­dere Wert dieser tech­ni­schen Hilfs­mit­tel gerade darin, die wert­volle per­sön­li­che Nähe und den unmit­tel­ba­ren Kontakt zumin­dest virtuell auch dann noch auf­recht­zu­er­hal­ten, wenn eine Begeg­nung vor Ort nicht möglich ist.

Die nun ange­kün­dig­ten Locke­run­gen der Corona-Rege­lun­gen würden aus Sicht der Allianz für den freien Sonntag diesen Erfah­run­gen völlig wider­spre­chen, wenn sie nicht ein­her­gin­gen mit einem wei­ter­hin starken Schutz des arbeits­freien Sonntags.

Nachdem wir uns gerade erst mühsam aus dem belas­ten­den Druck befreien, den ein unbe­re­chen­ba­res Virus auf freies mensch­li­ches Mit­ein­an­der ausgeübt hat, tritt die Sonn­tags­al­li­anz allen auf­kom­men­den For­de­run­gen entgegen, die zurück­ge­won­ne­nen Frei­hei­ten unter angeb­li­chen öko­no­mi­schen Zwängen erneut zu beschnei­den – und diesmal sogar auf unab­seh­bare Zeit.

Die Auf­wei­chung von Arbeits­zeit­re­ge­lun­gen und die zuneh­mende Belas­tung inner­halb der ver­dich­te­ten Arbeits­zei­ten sind nicht die Kon­se­quen­zen, die die ver­gan­ge­nen Monate und Jahre unserer Gesell­schaft nahe­le­gen. Ganz im Gegen­teil lehren sie uns, wie wohl­tu­end die Tra­di­tion des arbeits­freien Sonntags für unsere Gesell­schaft ist und wie wichtig eine ent­spre­chende Zeit­kul­tur unter der Woche für ein humanes Mit­ein­an­der.

In den kom­men­den Monaten wird die Bun­des­al­li­anz für den freien Sonntag die grund­le­gen­den Argu­mente für den arbeits­freien Sonntag und eine men­schen­ge­mäße Zeit­kul­tur unter der Woche um die Erfah­run­gen der ver­gan­ge­nen Monate erwei­tern und darüber den Aus­tausch mit den regio­na­len Alli­an­zen und der weiteren Öffent­lich­keit suchen.

Schon jetzt laden wir die regio­na­len Alli­an­zen dazu ein, sich eben­falls über ihre Erfah­run­gen der letzten beiden Jahre aus­zu­tau­schen und in die Argu­mente für einen starken Sonn­tags­schutz ein­flie­ßen zu lassen.

Die nächste Zeit­kon­fe­renz, die vor­aus­sicht­lich 2023 statt­fin­den wird, soll dann der Sammlung und Fokus­sie­rung dieser Erfah­run­gen mit der Corona-Pandemie gewidmet sein.

Besuchen Sie die Webseite der Allianz für den freien Sonntag und erhalten noch viel mehr Infor­ma­tio­nen: https://allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/17001-jahre-arbeitsfreier-sonntag-ihr-engagement-ist-weiter-wichtig/

 

Annelies Bruhne
Refe­ren­tin für Wirt­schaft und Europa

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