ABC der Arbeitszeitverkürzung

KWA-Bundesausschuss „Transformation der Arbeit“

Arbeits­zeit­ver­kür­zung ist wieder in aller Munde. Unter­neh­men führen die Vier-Tage-Woche ein, um Fach­kräfte zu gewinnen. Gewerk­schaf­ten fordern Arbeits­zeit­ver­kür­zung, um Arbeits­plätze, Gesund­heit und die Ver­ein­bar­keit von Familie und Beruf für die Beschäf­tig­ten zu sichern. Der Gene­ra­tion Z ist mehr freie Zeit für sich selbst, für Freunde und Familie und für kreative Betä­ti­gung wich­ti­ger als Karriere um jeden Preis mit über­lan­gen Arbeits­zei­ten und der All­zeit­ver­füg­bar­keit für das Unter­neh­men.

Dagegen fordern Unter­neh­mens­ver­bände und weitere sie unter­stüt­zende Stimmen aus Wis­sen­schaft und Politik Arbeits­zeit­ver­län­ge­rung, eine Anhebung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters und eine Abkehr von der als „Fau­len­ze­rei“ bezeich­ne­ten Haltung der jüngeren Gene­ra­tion.

Für diese Aus­ein­an­der­set­zung wollen wir allen, die sich für Arbeits­zeit­ver­kür­zung ein­set­zen, sei es im Betrieb, in der Gewerk­schaft, in Wis­sen­schaft oder Politik oder einfach im per­sön­li­chen Umfeld, Argu­mente an die Hand geben, in denen die aktu­ells­ten Erkennt­nisse über schäd­li­che Folgen über­lan­ger Arbeits­zei­ten, die Arbeits­zeit­wün­sche der Beschäf­tig­ten und die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen und die Mach­bar­keit von Arbeits­zeit­ver­kür­zung für Beschäf­tigte wie für Unter­neh­men kurz und ver­ständ­lich auf den Punkt gebracht sind.

Dabei legen wir zugrunde, dass es sich bei der Arbeit, die verkürzt bzw. neu verteilt werden soll, nicht nur um Erwerbs­ar­beit handelt, sondern ebenso die ganze Haus- und Sor­ge­ar­beit, die ehren­amt­li­che Arbeit und die Arbeit für sich selbst in den Blick genommen werden muss. Wir gehen von einem Leitbild aus, wie es Frigga Haug mit der „4‑in-1-Per­spek­tive“ ent­wi­ckelt hat: Jeder dieser Arbeiten soll ein gleicher Anteil zukommen, wodurch eine gerechte Ver­tei­lung von Erwerbs- wie von Haus- und Sor­ge­ar­beit zwischen den Geschlech­tern möglich wird und jedem Menschen genug Zeit bleibt, sich sozial und per­sön­lich ent­fal­ten zu können.

Arbeits­zeit­ver­kür­zung ist wieder in aller Munde. Unter­neh­men führen die Vier-Tage-Woche ein, um Fach­kräfte zu gewinnen. Gewerk­schaf­ten fordern Arbeits­zeit­ver­kür­zung, um Arbeits­plätze, Gesund­heit und die Ver­ein­bar­keit von Familie und Beruf für die Beschäf­tig­ten zu sichern. Der Gene­ra­tion Z ist mehr freie Zeit für sich selbst, für Freunde und Familie und für kreative Betä­ti­gung wich­ti­ger als Karriere um jeden Preis mit über­lan­gen Arbeits­zei­ten und der All­zeit­ver­füg­bar­keit für das Unter­neh­men.

Dagegen fordern Unter­neh­mens­ver­bände und weitere sie unter­stüt­zende Stimmen aus Wis­sen­schaft und Politik Arbeits­zeit­ver­län­ge­rung, eine Anhebung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters und eine Abkehr von der als „Fau­len­ze­rei“ bezeich­ne­ten Haltung der jüngeren Gene­ra­tion.

Für diese Aus­ein­an­der­set­zung wollen wir allen, die sich für Arbeits­zeit­ver­kür­zung ein­set­zen, sei es im Betrieb, in der Gewerk­schaft, in Wis­sen­schaft oder Politik oder einfach im per­sön­li­chen Umfeld, Argu­mente an die Hand geben, in denen die aktu­ells­ten Erkennt­nisse über schäd­li­che Folgen über­lan­ger Arbeits­zei­ten, die Arbeits­zeit­wün­sche der Beschäf­tig­ten und die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen und die Mach­bar­keit von Arbeits­zeit­ver­kür­zung für Beschäf­tigte wie für Unter­neh­men kurz und ver­ständ­lich auf den Punkt gebracht sind.

Dabei legen wir zugrunde, dass es sich bei der Arbeit, die verkürzt bzw. neu verteilt werden soll, nicht nur um Erwerbs­ar­beit handelt, sondern ebenso die ganze Haus- und Sor­ge­ar­beit, die ehren­amt­li­che Arbeit und die Arbeit für sich selbst in den Blick genommen werden muss. Wir gehen von einem Leitbild aus, wie es Frigga Haug mit der „4‑in-1-Per­spek­tive“ ent­wi­ckelt hat: Jeder dieser Arbeiten soll ein gleicher Anteil zukommen, wodurch eine gerechte Ver­tei­lung von Erwerbs- wie von Haus- und Sor­ge­ar­beit zwischen den Geschlech­tern möglich wird und jedem Menschen genug Zeit bleibt, sich sozial und per­sön­lich ent­fal­ten zu können.

Broschüre „ABC der Arbeitszeitverkürzung“

20 Seiten, Din A4 → Download als PDF

Impressum

Her­aus­ge­be­rin­nen:
Bremer Arbeits­zeit­in­itia­tive
www.bremer-arbeitszeitinitiative.de
Ev. Verband Kirche-Wirt­schaft-Arbeits­welt e.V.
www.kwa-ekd.de

Februar 2025

Redak­tion:

Dagmar Eck (Ev. Kirche Pfalz), Hauke Eilers (Bremer Arbeits­zeit­in­itia­tive), Nina Golf (Ev. Kirche Bayern), Peter Grohme (Ev. Kirche Kur­hes­sen-Waldeck), Angela Haubrich (KWA Hannover), Dr. Kathrin S. Kürz­in­ger (Ev. Kirche Rhein­land), Heike Miehe (Ev. Kirche Hessen und Nassau), Mar­ga­reta Stein­rü­cke (Bremer Arbeits­zeit­in­itia­tive)

Die Bremer Arbeitzeitinitiative

ist ein Zusam­men­schluss von Gewerk­schaf­ten, kirch­li­chen Arbeitnehmer:innenorganisationen, Arbeit­neh­mer­kam­mer und attac Bremen sowie für men­schen­wür­dige Arbeits­zei­ten enga­gier­ten Ein­zel­per­so­nen aus Wis­sen­schaft, Politik und Ver­bän­den. Sie setzt sich in Bremen und umzu für die Ent­wick­lung menschen- und umwelt­ge­rech­ter Arbeits­zei­ten ein. Dafür orga­ni­siert sie den Aus­tausch über inno­va­tive Arbeits­zeit­mo­delle, Ansätze von Arbeits­zeit­ver­kür­zung wie die Vier-Tage-Woche oder eine kurze Vollzeit mit um die 30 Wochen­stun­den und den Abbau beson­ders belas­ten­der Arbeits­zei­ten. Durch regel­mä­ßige Treffen, Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tun­gen, kleine Studien und Publi­ka­tio­nen wie das ABC der Arbeits­zeit­ver­kür­zung will sie den für men­schen­wür­dige Arbeits­zei­ten enga­gier­ten Orga­ni­sa­tio­nen und Personen Mittel an die Hand geben, dieses Enga­ge­ment in Wort und Tat effektiv zu gestal­ten.

Der Evangelische Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA der EKD)

ist ein Zusam­men­schluss von lan­des­kirch­li­chen Fach­diens­ten und Ehren­amts­or­ga­ni­sa­tio­nen auf Bun­des­ebene, die zu Fragen der Gesellschafts‑, Wirt­schafts- und Arbeits­markt­po­li­tik Stellung nehmen. Am Stamm­sitz der Evan­ge­li­schen Kirche in Deutsch­land (EKD) in Hannover ansässig gehört er zu den Werken und Ver­bän­den in der EKD.

Der KWA-Bun­des­aus­schuss „Trans­for­ma­tion der Arbeit“ beschäf­tigt sich mit den The­men­fel­dern Inno­va­tio­nen und Ver­än­de­run­gen der Arbeits­welt. Betrieb­li­che Wand­lungs- und Ver­än­de­rungs­pro­zesse haben tief­grei­fende Aus­wir­kun­gen auf Arbeit­neh­mende und ihr Wohl­erge­hen, wie Gesund­heit und Exis­tenz­si­che­rung. Arbeits­zeit ist dabei eine der wesent­li­chen Gestal­tungs­merk­male. Der Bun­des­aus­schuss reflek­tiert die Ent­wick­lun­gen sozio­lo­gisch und nimmt sozi­al­ethisch Stellung.